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Neues Förderprogramm im Saarland
Wie Saar-Betriebe besser in die digitale Welt starten

Saarbrücken. Die Landesregierung stellt kleinen und mittleren Unternehmen Fördermittel zur Verfügung. Von Thomas Sponticcia
Thomas Sponticcia

Kleine und mittlere Unternehmen im Saarland sollen ihre Marktchancen künftig besser nutzen können. Das Wirtschaftsministerium stellt dafür ab September ein neues Förderprogramm unter dem Namen „Digital-Starter Saarland“ bereit. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) will mit dem Förderprogramm Betriebe in die Lage versetzen, in ihre Informations- und Kommunikationstechnologie zu investieren. So sollen Produkte, Prozesse und Dienstleistungen modernisiert oder neu eingeführt werden können. Insgesamt stehen nach Auskunft der Ministerin jährlich 500 000 Euro zur Verfügung, um Saar-Betriebe in der Digitalisierung zu unterstützen.


„Pro Unternehmen sind bis zu 10 000 Euro Förderung möglich“, sagte Rehlinger gestern in der Landespressekonferenz. In der Einführung der Digitalisierung „sind gerade kleine und mittlere Unternehmen noch auf Unterstützung angewiesen. Mit Hilfe des Förderprogramms kann man viele Abläufe in Unternehmen effizienter gestalten“, sagte die Ministerin. Mit dem Förderprogramm setze man in erster Linie auf Neuanschaffungen in Betrieben. Diese können aber auch auf ihren vorhandenen Bestand etwas draufsetzen. Zum Beispiel durch die Anschaffung eines 3D-Druckers oder die Vernetzung von Anlagen in Betrieben.

Zu den Kosten, die man mit dem Programm absetzen kann, gehört etwa die Anschaffung von Automatisierungs-Software, die Vernetzung von mobilen Systemen zur Steuerung der Produktion sowie die Integration mobiler Betriebsgeräte in die Produktionssteuerung. Um die Sicherheit der Fertigung zu erhöhen, stehen Fördermittel zur Integration eines Datensicherheitskonzeptes zur Verfügung. Gefördert werden weiterhin die Anschaffung lizenzierter Software, Dienstleistungen zur Integration neuer Soft- und Hardware, der Aufbau digitaler Plattformen sowie der Aufbau einer Infrastruktur zur Erhebung und Analyse großer Datenmengen. Die Fördermittel stehen zudem für die Schulung von Mitarbeitern zur Verfügung, die die angeschafften Systeme bedienen sollen.



Überhaupt sieht Rehlinger eines der Hauptziele des Förderprogramms darin, Arbeitsplätze zu sichern. Deshalb gilt ein besonderes Kriterium für die Beantragung einer solchen Förderung. Sie wird nicht erteilt, wenn 30 Prozent oder mehr Leiharbeiter von einem Unternehmen beschäftigt werden. Bei einer Größenordnung von über zehn Prozent Leiharbeitern verringere sich die Höhe der Förderung. Man wolle im Saarland vor allem Akzente setzen, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter zu erhöhen.

Nähere Informationen zu den Förderkriterien und zum Programm insgesamt gibt es im Internet unter www.digitalstarter.saarland