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Kommentar
Die Stimmung kann schnell kippen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Bislang bekommen die Busfahrer in ihrem Arbeitskampf viel Zustimmung. Das kann sich aber schnell ändern. Schon der Fall mit den Schulkindern kann, wenn die Schilderungen der Arbeitgeber zutreffen, Wohlwollen in Ablehnung verwandeln. Von Volker Meyer zu Tittingdorf
Volker Meyer zu Tittingdorf

Der drohende unbefristete Streik – schlimmstenfalls im privaten und kommunalen Gewerbe – wird sowieso schnell großen Unmut bei den Fahrgästen erzeugen. Die Frage ist nur, gegen wen sich der Unmut richtet. Gegen die Arbeitgeber, die sich Tarifgesprächen verweigern. Gegen die Politik, der Versäumnisse im Nahverkehr vorgeworfen werden. Oder eben gegen die Gewerkschaft Verdi und die Streikenden, wenn sie es sich durch überzogenen oder unfairen Arbeitskampf mit allen verscherzen. Man kann nur hoffen, dass Verdi am Freitag nicht nur zum Schein mit den kommunalen Arbeitgebern verhandelt, weil man im Grunde den großen Streik will.