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Kommentar
Die Risiken nicht unterschätzen

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Von Thomas Sponticcia

Schon lange nicht mehr waren die Chancen so gut, einen attraktiven Arbeitsplatz zu finden. Der Arbeitsmarkt zeigt sich zum Jahreswechsel in einer sehr guten Verfassung. Das liegt in erster Linie an der guten Konjunktur. Die Wirtschaft brummt, die Auftragsbücher sind meist gut gefüllt, zahlreiche Unternehmen investieren in ihre Anlagen und die Weiterbildung der Mitarbeiter. Bei all dem darf aber nicht übersehen werden, dass das Saarland besonderen Gefahren  ausgesetzt ist. Sobald es der Autoindustrie inklusive ihrer Zulieferer oder den Stahlhütten schlechter geht, droht ein Flächenbrand. Deshalb muss  der Strukturwandel noch beschleunigt werden, um das Saarland als Standort für Informationstechnologie (IT) durch weitere Ansiedlungen und Forschungsaufträge attraktiver zu machen, was weitere Arbeitsplätze schafft. Hier ist auch die Ministerpräsidentin gefordert, noch häufiger in den Zentralen renommierter deutscher Großunternehmen vorzusprechen und um Forschungsaufträge zu werben. Damit die Ansiedlung des Helmholtz-Zentrums als jüngstes Aushängeschild auch eine positive Sogwirkung in die Republik entfalten kann und mehr IT-Experten zu uns ins Saarland kommen.