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Nahverkehr
Die Idee ist gar nicht so absurd

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Wenn Politiker wie der saarländische FDP-Vertreter Oliver Luksic bei der Idee eines kostenlosen ÖPNV von einer realitätsfernen Verzweiflungstat sprechen, lassen sie die Differenzierung vermissen, die sie selbst einfordern. Denn die Diskussion darüber, wie Städte von Autos entlastet werden können, sollte in allen Versionen geführt werden. Und da dürfen auch ungewöhnliche Projekte auf den Tisch.
Joachim Wollschläger

Dass Verkehr weit mehr kostet als nur den Erhalt der Straßen, scheint auf den ersten Blick banal. Doch die Kasseler Studie zeigt: Für die Kommunen wäre ein breiterer Umstieg auf Bus und Bahn auch finanziell höchst attraktiv.



Wie genau das gelingt, darüber muss nun geredet werden. Ein kostenloser ÖPNV ist ja nur ein Ansatz. Aber wenn es eine schlechte Anbindung gibt, wird auch der nicht genutzt. Ein preiswerterer ÖPNV mit einem verbesserten Netz wäre eine Alternative. Jetzt ist die Zeit für eine offene Diskussion.