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Geld
Finanzdienstleister DVAG wächst im Saarland kräftig

Saarbrücken/Frankfurt. Für den Finanzdienstleister Deutsche Vermögensberatung (DVAG) „war 2016 das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte. Das gilt auch für unser Geschäft im Saarland.“ Diese Bilanz zog DVAG-Chefvolkswirt Ralf-Joachim Götz gegenüber unserer Zeitung. Den Umsatz konnte die DVAG um 4,1 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro steigern. Im Saarland erreichten die Erlöse bei einer ähnlichen Plusrate 20 Millionen Euro. Außerdem hat das Unternehmen an der Saar – bezogen auf die Bevölkerung – mehr Kunden als in anderen Teilen der Republik. Die so genannte Marktdurchdringung liegt hierzulande bei 8,5 Prozent, im Bundesdurchschnitt sind es sieben Prozent, erläutert Götz. Damit haben rund 85 000 Saarländer mindestens einen DVAG-Vertrag abgeschlossen. Im Saarland werden die Produkte von 200 Frauen und Männern hauptberuflich vertrieben und von 300 im Nebenberuf.

Götz’ Angaben zufolge „war 2016 vor allem die Nachfrage nach Baudarlehen an der Saar lebhafter als in anderen Regionen“. Der DVAG-Chefökonom geht davon aus, dass dies an der vergleichsweise hohen Eigenheim-Quote liegt und daran, dass die Saarländer großen Wert auf ein gepflegtes Zuhause legen. Niedrige Zinsen hätten diese Entwicklung noch befördert.



Auch bei langfristigen Sparplänen für die Altersvorsorge sei die Nachfrage gut gewesen. Das gelte vor allem für Investment-Fonds, die über einen größeren Aktien-Anteil verfügen. Götz ist davon überzeugt, dass mit Aktien mittelfristig die beste Rendite erzielt werden kann. Wenn hier über Jahrzehnte regelmäßig Geld eingezahlt wird, werde  auch die eine oder andere Delle am Aktienmarkt ausgeglichen.

Das größte Wachstum verzeichnete die DVAG im vergangenen Jahr bei den Lebensversicherungen – mit einem  Plus von 13,4 Prozent auf auf knapp 14 Milliarden Euro im Neugeschäft. „Markttreiber ist aber auch hier die fondsgebundene Variante“, sagt Götz.