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| 20:33 Uhr

Flughafen
Wieder einmal ein neuer Starttermin für BER

Blick aus dem Tower der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf das Rollfeld vor dem Terminal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld (Brandenburg). +++(c) dpa - Bildfunk+++
Blick aus dem Tower der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf das Rollfeld vor dem Terminal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld (Brandenburg). +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Patrick Pleul / dpa
Berlin. Im Oktober 2020 soll der neue Berliner Flughafen öffnen. Wie teuer er am Ende wird, ist noch unklar. Derzeit sind es bis zu 6,6 Milliarden Euro.

Das Warten auf den neuen Hauptstadtflughafen BER soll 2020 ein Ende haben. Aufsichtsrat und Geschäftsführung verständigten sich gestern in Berlin darauf, den Airport im Oktober des Jahres in Betrieb zu nehmen. Die Kontrolleure hätten den Vorschlag von Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup einstimmig zur Kenntnis genommen, sagte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider nach einer Sitzung des Gremiums.

Eigentlich sollte der Flughafen nach fünf Jahren Bauzeit schon 2011 in Betrieb gehen. Sämtliche Eröffnungstermine sind seitdem jedoch gekippt, weil Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme abzuarbeiten sind. Besonders der Brandschutz macht Schwierigkeiten. Spektakulär platzte die geplante Inbetriebnahme 2012, die keine vier Wochen vorher abgesagt werden musste.

Eine neue Finanzplanung soll es erst im Frühjahr 2018 geben. Die Kosten für das Flughafen-Projekt sind seit dem Baubeginn 2006 von zwei auf bis zu 6,6 Milliarden Euro gestiegen – zum Teil auch wegen der deutlichen Vergrößerung des Airports. Daldrup kündigte gestern schon einmal erneut einen finanziellen Mehrbedarf an. „Aus der Eröffnung im Oktober 2020 ergibt sich ein zusätzlicher Finanzbedarf“, erklärte er. Bislang war ein Start im Jahr 2018 angestrebt worden. Der Aufsichtsrat, der sich das nächste Mal im März trifft, wolle „alle Möglichkeiten zur Eigen- und Fremdfinanzierung nutzen“, sagte Lütke Daldrup.

Außerdem gab es laut „Tagesspiegel“ Ärger mit der für BER zuständigen Baubehörde des Landkreises Dahme Spreewald. Die Freigabe im Oktober 2020 sei mit ihr nicht abgestimmt, hieß es.

Der City-Flughafen Tegel soll schließen, nachdem der BER in Betrieb gegangen ist. Um Zeit für einen Ausbau des neuen Flughafens zu gewinnen, soll aber das alte Schönefelder Terminal vorübergehend bleiben. Anwohner wollen das juristisch verhindern. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigte gestern den Eingang einer entsprechenden Klage. Darin wird nach Angaben des Bürgervereins Berlin-Brandenburg argumentiert, dass der gerichtlich bestätigte Planfeststellungsbeschluss für den neuen Hauptstadtflughafen nicht vorsehe, Schönefeld-Alt offenzuhalten.