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Kommentar
Das Internet fordert seine Opfer

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Man kann darüber geteilter Meinung sein, ob es um Toys-R-Us-Läden schade sind. Die Kette, die vor allem auf Plastik und US-Spielwaren setzt, hat bei ihrem Markteintritt zahlreiche etablierte Spieleläden in Deutschland vom Markt verdrängt, die deutlich stärker auf Qualität und reichhaltige Sortimente geachtet haben. Und doch ist klar, dass sich mit diesem „Amazon-Effekt“, wie Analysten ihn nennen, ein Trend abzeichnet, der zunehmend die Ladenstruktur der Innenstädte bedroht. Austauschbare Massenprodukte, wie Toys R US sie anbietet, sind eben im Internet schnell, preiswert und leicht zu erhalten. Händlern fällt es immer schwerer, Kunden in ihre Läden zu locken.
Joachim Wollschläger

Nicht nur die etablierten Händler müssen deshalb neue Ideen entwickeln, auch für die Städteplaner stellt sich nun die Aufgabe, neue Konzepte für eine Zeit zu erarbeiten, in der immer mehr Läden aufgeben werden. Sonst drohen verödete Innenstädte.