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Kommentar Paydirekt
Das Interesse der Kunden bleibt begrenzt

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Dass Paydirekt grundsätzlich eine gute Sache ist, daran besteht kein Zweifel. Spätestens nach dem NSA-Skandal sollte eigentlich jeder mündige Bürger für den Missbrauch sensibilisiert sein, den ein zu freier Umgang mit den eigenen Daten ermöglicht. Denn wer den US-Dienst Paypal für seine Zahlungen nutzt, muss sich bewusst sein, dass er damit auch den Blick auf das eigene Konto gestattet. Von Joachim Wollschläger
Joachim Wollschläger

Die Wirklichkeit zeigt aber, dass es vielen Nutzern vollkommen egal ist, wie sie im Online-Handel bezahlen. Datenschutz ist erstaunlicherweise kaum noch ein Thema. Das zeigt schon der freie Umgang mit Nutzerdaten bei Google. Wenn der Anbieter nur einen minimalen Nutzen bietet, bekommt er Standort, Internet-Aktivität und sogar Passwörter frei Haus geliefert.



Größer ist jedoch das Problem, dass Paydirekt noch immer nur eine überschaubare Händler-Anzahl unter Vertrag hat. Otto.de ist zwar ein guter Name. Doch es müssen mehr Top-Spieler und vor allem Masse dazukommen.

Paydirekt hat den Nachteil, sehr spät an den Markt gekommen zu sein. Das System zum Erfolg zu führen, wird viel Zeit, Aufwand und Geld kosten.