| 20:29 Uhr

Strafzölle
China schlägt bei US-Handelsstreit zurück

Peking. Der Handelskonflikt zwischen Washington und Peking eskaliert: Nur eineinhalb Wochen nach Inkrafttreten der umstrittenen US-Zölle auf Stahl und Aluminium folgt die Vergeltung aus China. 128 US-Produkte wurden mit Zöllen zwischen 15 und 25 Prozent belegt, wie das chinesische Finanzministerium mitteilte. Betroffen sind demnach unter anderem Wein, Schweinefleisch und Früchte, die aus den USA nach China eingeführt werden. Die bereits zuvor von Peking angedrohten Vergeltungszölle, deren Umfang auf rund drei Milliarden US-Dollar beziffert wurden, folgen auf die von den USA umgesetzten Strafen für die Einfuhr von Stahl und Aluminium, die vor einer Woche in Kraft traten. Die USA erheben seit dem 23. März Strafzölle auf Stahl und Aluminium. Die 28 EU-Staaten wurden davon zwar vorerst ausgenommen – ebenso wie Kanada, Mexiko, Australien und Argentinien. Die Ausnahme ist aber bis zum 1. Mai befristet. US-Präsident Donald Trump erwartet Entgegenkommen der Europäer an anderer Stelle.

Der Handelskonflikt zwischen Washington und Peking eskaliert: Nur eineinhalb Wochen nach Inkrafttreten der umstrittenen US-Zölle auf Stahl und Aluminium folgt die Vergeltung aus China. 128 US-Produkte wurden mit Zöllen zwischen 15 und 25 Prozent belegt, wie das chinesische Finanzministerium mitteilte. Betroffen sind demnach unter anderem Wein, Schweinefleisch und Früchte, die aus den USA nach China eingeführt werden. Die bereits zuvor von Peking angedrohten Vergeltungszölle, deren Umfang auf rund drei Milliarden US-Dollar beziffert wurden, folgen auf die von den USA umgesetzten Strafen für die Einfuhr von Stahl und Aluminium, die vor einer Woche in Kraft traten. Die USA erheben seit dem 23. März Strafzölle auf Stahl und Aluminium. Die 28 EU-Staaten wurden davon zwar vorerst ausgenommen – ebenso wie Kanada, Mexiko, Australien und Argentinien. Die Ausnahme ist aber bis zum 1. Mai befristet. US-Präsident Donald Trump erwartet Entgegenkommen der Europäer an anderer Stelle.


Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zeigte sich zuversichtlich, „dass die EU und die USA bis zum Sommer zu einem vernünftigen Kompromiss finden können“, wie er dem „Spiegel“ sagte. Man sei sich mit der US-Administration einig, gemeinsam gegen Überkapazitäten auf dem weltweiten Stahlmarkt vorzugehen, die ihren Ausgangspunkt auch in China hätten. „Wir suchen nach einer einheitlichen Linie im Kampf gegen Dumpingpreise und den Diebstahl geistigen Eigentums. Und wir wollen Lösungen finden, die mit internationalen Handelsregeln vereinbar sind.“ In der EU wird derweil befürchtet, dass noch mehr Stahl aus China auf den europäischen Markt kommt, was eine „Stahlschwemme“ mit sinkenden Preisen und Jobverlusten auslösen könnte.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mahnte die Europäer, auch die eigene Politik unter die Lupe zu nehmen. „Es gab von Seiten der USA Behauptungen, dass die EU an einigen Stellen durchaus ihren Markt abschotten würde. Das muss geklärt werden und wenn es so wäre, dann wäre es nicht mehr als recht und billig, auch vor der eigenen Haustür zu kehren“, sagte der SPD-Politiker.

Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer hat den Auftrag, zusätzliche Zölle, die mit unfairen Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums begründet werden, innerhalb von zwei Monaten gegen die Volksrepublik auszuarbeiten. Die USA als Nummer eins und China als Nummer zwei der Weltwirtschaft sind außenwirtschaftlich stark miteinander verflochten. China exportiert deutlich mehr gen USA, als die Amerikaner in Richtung China liefern.