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Unterstützung für Arbeitnehmer
CDU-Sozialpolitiker wettert gegen befristete Jobs

Saarbrücken. „Wir brauchen einen Pakt für den Mittelstand.“ Das forderte der Landesvorsitzende der CDU-Sozialausschüsse (CDA), Marc Speicher, anlässlich des Betriebs- und Personalräte-Empfangs der CDA und der CDU-Landtagsfraktion gestern in Saarbrücken. Dazu gehöre, dass junge Leute nicht über Jahre in befristeten Arbeitsverträgen beschäftigt werden. „Sie wollen irgendwann eine Familie gründen. Dazu benötigen sie sichere Arbeitsplätze.“ Die jungen Leute müssten auch unterstützt werden, wenn sie bezahlbaren Wohnraum suchten. Speicher setzte sich außerdem für eine Grundrente ein, die mindestens zehn Prozent über der Grundsicherung liegen müsse. „Wer ein Leben lang gearbeitet hat, dem muss im Alter der Gang zum Sozialamt erspart werden“, sagte der CDA-Landeschef. Von Lothar Warscheid
Lothar Warscheid

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Tobias Hans begrüßte mit Blick auf die Berliner Koalitionsverhandlungen, dass in das Thema Dieseltechnologie wieder mehr Sachlichkeit einkehrt. „Ein Verbrennungsmotor wird auch 2030 in mehr als 75 Prozent aller Fahrzeuge eingebaut“, sagte er in einer Diskussionsrunde, die während des Empfangs stattfand. Dennoch müsse sich der Automobilstandort Saarland auf die bevorstehenden Veränderungen einstellen. „Dafür stehen die Chancen nicht schlecht“, sagte Hans.



Einen gravierenden Facharbeiter-Mangel befürchtet der Bezirksvorsitzende Saar der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Dietmar Geuskens. „Das Saarland muss für junge Leute und Führungskräfte attraktiver werden“, sagte er. Derzeit würden jedoch zu viele qualifizierte junge Leute das Saarland verlassen. Dieser Entwicklung müsse mehr entgegengesetzt werden. Für die saarländische Stahlindustrie sieht Saarstahl-Betriebsratschef Stephan Ahr noch keinen Nachwuchs-Engpass. Jährlich würden sich rund 600 junge Leute um etwa 70 Ausbildungsplätze bewerben. Allerdings werde ihre schulische Qualifikation immer schlechter.