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Streit im ÖPNV
Busfahrer widersprechen Saar-Mobil-Chef

Saarbrücken. Saarländische Busfahrer reagieren empört auf die Aussagen des Saar-Mobil-Geschäftsführers Hans Gassert zu Arbeitszeiten und Bezahlung bei privaten Busunternehmen im Saarland. red

Als „Lüge“, „Hammer“, „Witz“, „bodenlose Frechheit“ und „Schlag ins Gesicht“ bezeichnen mehrere Busfahrer gegenüber unserer Zeitung Gasserts Aussagen. Gassert hatte gesagt, es gebe bei Saar-Mobil keine 15-Stunden-Schichten, wie von der Gewerkschaft behauptet. Und von Dumping-Löhnen könne auch keine Rede sein. Und weiter: „Niemand geht bei uns mit weniger als 2400 Euro netto raus.“ (SZ vom 19. Oktober: „Streik legt Busverkehr im Land vielerorts lahm“).


In einer Reaktion, die die SZ erreichte, heißt es: „Ich bin jetzt seit 14 Jahren Busfahrerin bei privaten Unternehmen und kam selbst in der höchsten Gehaltsstufe, bei einer Schicht über 13 Stunden und Sonntagszulagen nie auf 2400 Euro.“ Ein anderer Fahrer schreibt, er könne nachweislich belegen, dass 14- bis 15-Stunden-Schichten und geteilte Dienste bei privaten Unternehmern Alltag seien. Ein Fahrer (Steuerklasse eins) bekomme bei Saar-Mobil knapp 1600 Euro netto.