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Energiepolitik
Bsirske: Eon wird neuer Mehrheitseigner der VSE

Saarbrücken. Der neue Mehrheitsgesellschafter des Saarbrücker Energieversorgers VSE wird der Energiekonzern Eon. Davon geht der Bundesvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, aus, wie er gestern bei einem Besuch in Saarbrücken bestätigte. Bisher hielt Innogy, die Netz- und Ökostrom-Tochter des Energieriesen RWE, 50 Prozent plus eine Aktie an VSE. Innogy soll jedoch zerschlagen, und die Geschäftsfelder sollen zwischen Eon und RWE aufgeteilt werden. Von Lothar Warscheid
Lothar Warscheid

Der neue Mehrheitsgesellschafter des Saarbrücker Energieversorgers VSE wird der Energiekonzern Eon. Davon geht der Bundesvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, aus, wie er gestern bei einem Besuch in Saarbrücken bestätigte. Bisher hielt Innogy, die Netz- und Ökostrom-Tochter des Energieriesen RWE, 50 Prozent plus eine Aktie an VSE. Innogy soll jedoch zerschlagen, und die Geschäftsfelder sollen zwischen Eon und RWE aufgeteilt werden.


Allerdings betonte Bsirske, dass Eon-Chef Johannes Teyssen versichert habe, dass die dezentrale Markt- und Kundenverantwortung der Regionalgesellschaften erhalten bleiben soll. Das schließe Bsirske zufolge auch eine Bestandsgarantie für die VSE ein.

Der Vorsitzende des VSE-Konzernbetriebsrats, René Ehm, erwartet für die Zukunft jedoch auch von den anderen Anteilseignern, dass sie sich dafür einsetzen, dass die VSE-Gruppe mit ihren rund 1300 Beschäftigten „ein starkes und in der Region verankertes Unternehmen bleibt“. Sollte Eon VSE-Aktien verkaufen wollen, „sollte damit ein Zukauf weiterer Anteile durch die kommunalen Anteilseigner einhergehen“, fordert Ehm. Damit könnte der Einfluss des Saarlandes nicht nur erhalten, sondern sogar erweitert werden. Zweitgrößter VSE-Aktionär ist mit 15,33 Prozent die Kommunale Beteiligungsgesellschaft Saar (Neunkirchen), die 15 kommunale Energieunternehmen vertritt, gefolgt vom Regionalverband Saarbrücken (8,95 Prozent).