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Luftverkehr
Neue Streikwelle bei Ryanair

Frankfurt/Dublin. Auf Europas größten Billigflieger Ryanair und seine Fluggäste rollt die nächste Streikwelle zu. Crews aus sechs verschiedenen europäischen Ländern wollen heute ganztägig die Arbeit niederlegen – das kündigten die zuständigen Gewerkschaften an. dpa

Trotzdem strich Ryanair bis gestern Nachmittag nur um die 200 Flüge aus dem Programm mit mehr als 2400 Verbindungen. Die große Mehrheit der Beschäftigten werde ihren Dienst antreten, hieß es.


In Deutschland haben die Vereinigung Cockpit (VC) für die Piloten und Verdi für die Flugbegleiter zum Streik an allen deutschen Standorten aufgerufen. Die VC bezweifelte, dass es nur zu geringen Auswirkungen auf den Flugverkehr kommen werde: „Es werden deutlich mehr als 35 Flüge ausfallen“, sagte VC-Sprecher Janis Schmitt. Beim letzten Streik der Piloten hatte Ryanair in Deutschland 150 von 400 Flügen abgesagt. Ryanair riskiere mit der Absage nur weniger Flüge ein Luftverkehrs-Chaos, warnte die belgische Gewerkschaft CNE. „Indem es angesichts des Streiks nicht genügend Flüge annulliert, verhält sich Ryanair unverantwortlich und riskiert Spannungen und Unsicherheiten für Flughafenmitarbeiter, eigene Beschäftigte und Passagiere.“