| 20:55 Uhr

Nohfelden
Eifler-Kündigungen gehen vor Gericht

(Symbolbild).
(Symbolbild). FOTO: dpa / David-Wolfgang Ebener
Nohfelden. Die Mitarbeiter der Firma Dieter Eifler GmbH & Co KG hoffen, dass ihre Kündigungen wegen eines Formfehlers unwirksam sind. Von Joachim Wollschläger
Joachim Wollschläger

Im April war das Unternehmen aus Nohfelden-Eckelhausen durch die slowenische Cablex-Gruppe übernommen worden. Diese hat nach wenigen Monaten beschlossen, das Werk in Nohfelden zum 31. Oktober stillzulegen und hat sämtlichen Mitarbeitern wegen Betriebsaufgabe gekündigt. Rund 100 Mitarbeiter sind davon betroffen.


Weil es aber Unklarheiten über die Firmierung auf den Kündigungen gab, geht der Anwalt Patrick Hillen aus Birkenfeld, der Mitarbeiter des Unternehmens vertritt, davon aus, dass die Kündigungen unwirksam sind. So lautet die Firmierung auf mehreren Kündigungen Dieter Eifler GmbH & Co KG, als Gesellschafter und Geschäftsführer ist der frühere Eigner Dieter Eifler eingetragen. Hillen geht davon aus, dass aber bereits zum April ein Betriebsübergang stattgefunden hat und die alte Gesellschaft also gar nicht mehr hätte kündigen dürfen. Das will er jetzt vor Gericht klären.

Die Mitarbeiter wollen außerdem weiter für Abfindungen kämpfen. Cablex hatte schon kurz nach der Übernahme mehrere Mitarbeiter über Aufhebungsverträge freigesetzt. Damals seien noch fünfstellige Abfindungen gezahlt worden, heißt es von Mitarbeiterseite. Insofern sei es nicht verständlich, dass Cablex nun nicht bereit sei, den übrigen Mitarbeitern ähnliche Abfindungen zu zahlen.



Cablex-Finanzchef Mitja Florjanic hatte angekündigt, sich an gesetzliche Regelungen zu halten. Nach der Betriebsschließung würden die Mitarbeiter freigestellt und entsprechend ihrer Kündigungsfrist weiter ihre Gehälter bezahlt bekommen. Zusätzliche Abfindungen werde Cablex nicht bezahlen, sagte er.