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Landwirtschaft
Bauern wollen keine Abstriche bei Agrarhilfen

Wiesbaden. Der Bauernverband pocht auf weiter hohe Agrarhilfen der EU und kann auf Unterstützung von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bauen. Die Bundesregierung habe im Koalitionsvertrag klar definiert, dass das Volumen der Fördermittel im bisherigen Umfang erhalten bleiben soll, sagte Klöckner auf dem Deutschen Bauerntag in Wiesbaden.

„Dafür werde ich kämpfen.“ 


Wegen der hohen Aufwendungen für Flüchtlinge und des EU-Austritts Großbritanniens (Brexit) bestehe eine Finanzierungslücke bei der EU, erklärte die Ministerin. „Es kann aber nicht sein, dass die Landwirtschaft den Preis für den Brexit zahlt.“ Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen für die deutschen Bauern von 2021 bis 2027 rund 41 Milliarden Euro bereitstehen. Im Finanzrahmen von 2014 bis 2020 sind noch rund 44,1 Milliarden Euro verfügbar. Geplant ist zudem, dass die Direktzahlungen an die Bauern künftig etwa an Umweltmaßnahmen gekoppelt werden sollen.