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Kommentar
Auf einem erfreulichen Weg

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Etwas Glück gehört auch zum Erfolg eines Unternehmens. So hat es Saarstahl  in jüngster Zeit trotz vieler anfänglicher Zweifel geschafft, eines seiner größten Probleme in den Griff zu bekommen. Von Thomas Sponticcia

Die Neuaufstellung der Schmiede ist abgeschlossen. Mit der wichtigen Botschaft: Es geht weiter!  Dank eines gewaltigen Kraftaktes gelang es, für alle vom Stellenabbau Betroffenen sozialverträgliche Lösungen zu finden. Ein Großteil konnte in anderen Bereichen von Saarstahl untergebracht werden. Die beispielhafte Solidarität  des Saarstahl-Vorstandes, des Aufsichtsrates, des Betriebsrates und auch der Gewerkschaften hat einen Fortbestand der Schmiede ermöglicht und so ein wichtiges Zeichen gesetzt. Die Aufgabe der Schmiede mit ihrer hochmodernen Technologie wäre ein fatales Signal an die Kunden und internationale Märkte gewesen.


Die neuesten Entwicklungen bei Saarstahl geben an vielen Stellen Hoffnung. Die Investitionen sind hoch, die Aufträge nehmen zu und die Produktion brummt. Die Organisations-Struktur durch die Montanstiftung Saar stellt sicher, dass das erwirtschaftete Geld im Saarland bleibt und weiter kräftig investiert wird. Bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung der Stahlmärkte diese spezielle saarländische Konstruktion noch lange ermöglicht. Und so den hiesigen Stahlunternehmen eine Übernahme durch Konkurrenten erspart bleibt. Denn im Vergleich zu anderen weltweiten Marktteilnehmern sind die Saarländer klein, aber erfolgreich.