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Arbeitsmarkt
„Alles besser als Arbeitslosigkeit“

Saarbrücken. Öffentlich geförderte Arbeit zahlt sich aus, ist das Ergebnis einer HTW-Studie.

Investitionen in öffentlich geförderte Arbeitsmaßnahmen zahlen sich aus. Von je 100 investierten Euro fließen wieder 73 Euro an die öffentliche Hand und Privatwirtschaft zurück. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Saar-Arbeitsministerin Anke Rehlinger (SPD) in Auftrag gegeben hatte. „Dies ist ein nachdrücklicher Beleg dafür, dass öffentlich geförderte Beschäftigung nicht teurer ist, als Arbeitslosigkeit zu finanzieren“, so Rehlinger gestern bei der Vorstellung der Studie. Sie wurde von Professor Dieter Filsinger von der Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) erstellt.


Doch nicht nur der finanzielle Rückfluss zähle. Interviews mit Teilnehmern an geförderten Maßnahmen hätten gezeigt, dass „Arbeitsgelegenheiten zu einem deutlichen Anstieg der Lebensqualität der Teilnehmer beitragen“. Rund zehn Prozent der Teilnehmenden kamen nach einer geförderten Maßnahme direkt in eine neue Beschäftigung oder Ausbildung, 25 Prozent nahmen die Chance einer neuen Maßnahme wahr. Allerdings verblieben auch 56 Prozent der Teilnehmenden in Arbeitslosigkeit.