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Kommentar
Jetzt herrschen klare Verhältnisse

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Für die Standort-Agentur Saaris fällt das Ergebnis des gestern veröffentlichten Gutachtens positiv aus. Wenn ursprünglich der Verdacht im Raum stand, dass Saaris über die Zwangsbeiträge der IHK-Mitglieder subventioniert wird, ist dieser weitgehend ausgeräumt.
Joachim Wollschläger

Umgekehrt liefert Saaris viele Leistungen, die der IHK zugute kommen.


Mühsam wird es jetzt, die einzelnen Bereiche, die 60 Jahre lang zusammengewachsen sind, im Detail auseinanderzudividieren und vertraglich auf eine neue Basis zu stellen. Das ist vor allem Fleißarbeit, mit der sich das Management und Juristen in den kommenden Monaten auseinandersetzen müssen.

Die Beziehung von IHK und Saaris ist damit weitgehend geklärt. Bei Saaris selbst allerdings sind noch Fragen offen. Wer beispielsweise unter den nominell gleichberechtigten Geschäftsführern künftig den Hut auf hat. Der Platzhirsch Christoph Lang, der die Entwicklung von Saaris seit Jahren vorantreibt, der Neu-Geschäftsführer Stephan Schweitzer, der aus einer gut dotierten Stelle von Berlin nach Saarbrücken geholt wurde, oder Carsten Meier, der sich auch in der IHK für einen höheren Posten bereit macht? Oder die Frage, ob Saaris nicht die bessere Plattform für ein Zentrum für Mittelstand ist als die HTW, die das Thema aktuell mehr oder weniger besetzt. Jetzt ist es Zeit für diese Zukunftsfragen.