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Kommentar
Das Saarland muss auch groß denken

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Mag sein, dass Elon Musks Fabrikpläne größenwahnsinnige Träumereien sind. Doch das Spekulieren über die Ansiedlung eines Tesla-Werks im Saarland hat eines deutlich gezeigt. Dem Land fehlen zusammenhängende Flächen für eine große Industrieansiedlung. Von Volker Meyer zu Tittingdorf
Volker Meyer zu Tittingdorf

Zumal das schon der zweite Fall ist, der innerhalb kurzer Zeit Furore macht. Im März bekam das Saarland schon den Zuschlag für eine Großansiedlung: Der Küchenhersteller Nobilia will auf 30 Hektar des Industriegebiets Lisdorfer Berg ein Werk bauen. Jahrelang dachte man, es reicht, für den Mittelstand Industrie und Gewerbegebiete auszuweisen. Großansiedlungen gebe es nicht mehr. Diese Auffassung hat sich als falsch erwiesen. Das Industrieland Saarland muss es schaffen, auch künftig Unternehmen etwas anbieten zu können, die Großes schaffen wollen. Die Aufgabe ist für Wirtschaftsministerin Rehlinger jedoch nicht leicht. Zusammenhängende Flächen, die sich für eine große Fabrik eignen, gibt es nicht überall. Die Suche nach Platz – vielleicht ja sogar für Tesla – muss daher sofort beginnen.