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Chemiekonzern Ludwigshafen
BASF-Mitarbeiter unter Betrugsverdacht - Ermittler: Millionenhöhe

Das Werksgelände des Chemiekonzerns BASF.
Das Werksgelände des Chemiekonzerns BASF. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Kaiserslautern/Ludwigshafen. Drei BASF-Mitarbeiter und Verantwortliche mehrerer externer Firmen stehen im Verdacht, den Chemieriesen mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt zu haben.

Das teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Montag mit. Nach Angaben der Ermittler hatten interne Untersuchungen des Unternehmens 2017 den Verdacht aufkommen lassen, dass externe Firmen zusammen mit vier BASF-Mitarbeitern in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am BASF-Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet haben. So sollen Rechnungen gestellt worden sein, denen keine entsprechenden Leistungen zugrunde lagen. Darüber hatte zunächst die Ludwigshafener Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ berichtet.


In diesem Zusammenhang bestehe auch der Verdacht der Bestechlichkeit beziehungsweise der Bestechung, so die Ermittler. „Der mutmaßliche Schaden, der der BASF dadurch möglicherweise entstanden ist, beläuft sich auf Millionenhöhe.“ Ende Januar waren Arbeitsplätze und Wohnungen der BASF-Mitarbeiter sowie von fünf Vertretern externer Firmen durchsucht worden. Es wurden Unterlagen und Daten sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Einer der BASF-Mitarbeiter ist inzwischen gestorben.



(dpa)