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Leserbrief Kandidatur von Frau Kramp-Karrenbauer für die CDU-Führung
Sie war schon mal unglaubwürdig

Wenn jemand sich in dieser Form erklärt – „ Ich will, ich kann, ich werde“ – zeugt das von einem Ehrgeiz, den man auch als Bedrohung empfinden kann. Klingt eher nach einem Kind, das seinen Willen durchsetzen will. Erinnert mich an das Märchen „von einer, die auszog, die CDU zu retten“. Dass der saarländische Ministerpräsident, ihr Erbnachfolger, sie unterstützt, zeugt von Eigennutz, er möchte sie nicht mehr im Saarland. Eine Aussage in Annegret Kramp-Karrenbauers Rede vor der CDU-Versammlung gibt mir zu denken: „Das wurde bereits angesprochen, die Wehrpflicht aussetzen, dann ist es Aufgabe der Regierung und des Parlaments, sicherzustellen, dass die Verteidigungsfähigkeit erhalten bleibt und dass Ersatz für den Zivildienst geschaffen wird. Das alles ist erfolgreich passiert.“ Aber Tatsache ist: Hubschrauber, Panzer, Jets – die schweren Mängel bei der Ausrüstung der Bundeswehr haben System. Von 97 neuen Panzern können laut Verteidigungsministerium nur 38 genutzt werden (39 Prozent). Ziel: 70 Prozent. Und sie sagt das, obwohl es jeder weiß, sie ignoriert die Tatsachen. Als Ministerpräsidentin des Saarlandes war sie nicht glaubwürdig, siehe Abgang nach Berlin. Ich bin gespannt, wie weit die Bemutterung durch Frau Merkel ihr hilft, sich in der Berliner Politik gegen die Alphatiere durchzusetzen.


Wolfgang Backes, Eppelborn