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Leserbrief Land will Bienen besser schützen
Wir müssen dringend handeln

Land will Bienen schützen

Bei „Biene“ denkt jeder an die Honigbiene, ein domestiziertes Nutztier, Lieferantin des geliebten Honigs, Bestäuberin von Blumen, Bäumen, Nutzpflanzen. Warum denkt keiner an die 585 Wildbienenarten Deutschlands? Allenfalls die Hummel nimmt der Mensch wahr. Nicht ein Mal wird der mehr als notwendige Schutz der Wildbienen im SZ-Artikel angesprochen! Sie sind angewiesen auf Nahrungslieferanten im Umkreis von wenigen 100 Metern, auf einheimische Wildblumen, Bäume, Sträucher. Die Verarmung und Aufräumung der Landschaft, Insektizide, Schotterung und Pflasterung der Gärten betrifft Wildbienen mehr als die Honigbiene, viele Arten sind auf eine bestimmte Pflanze angewiesen. Ebenso wie die Honigbiene bestäuben Wildbienen Pflanzen. Auch, wenn Varroa-Milben, Neonicotinoide und andere Katastrophen die Honigbienen in Massen dahinraffen und diese als Bestäuber ausfallen. Wenn wir nicht unser Denken und Handeln ändern, werden wir wie in China Pflanzen selbst bestäuben müssen. Ich bin im Hortus-Netzwerk, einem Zusammenschluss von Menschen, die aktiv ihre Gärten umgestalten. Für Insekten, Reptilien und Vögel. Und damit für uns selbst! Wer sagt, es gäbe kein Bienensterben, muss nur die Augen aufmachen und an früher denken ...


Karin Boersen, Bexbach