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Wiener Aktionskünstler Otto Muehl gestorben

Über 10 000 Besucher bei Jugendbuchmesse Die 13. Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse hat am Wochenende über 10 000 Besucher gezählt, teilte die Messe gestern mit. red

Mehr als 200 Veranstaltungen haben laut Messe stattgefunden, über 40 Verlage und Aussteller haben über Neuerscheinungen informiert.

Perspectives 2014nicht an Pfingsten


Der Termin für die 37. Ausgabe des deutsch-französischen Festivals für Bühnenkunst Perspectives ist bereits festgelegt: 22. Mai bis 31. Mai. Damit verlässt das Festival eine Terminierungs-Linie, die seit rund zehn Jahren gilt. Grund ist, dass Pfingsten 2014 auf den 8. und 9. Juni fällt, die Perspectives jedoch ein Mai-Festival bleiben sollen. Das sagte Festivalchefin Sylvie Hamard der SZ. Das Abrücken vom Pfingst-Termin sei keine grundsätzliche Entscheidung für die Zukunft.

Suhrkamp spannt sich Schutzschirm auf

Der Suhrkamp Verlag will durch ein sogenanntes Schutzschirmverfahren seine Existenz sichern. Die Geschäftsführung des Verlages habe gestern beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen entsprechenden Antrag nach dem "Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen" eingereicht, teilte Suhrkamp mit. Damit will der Verlag verhindern, dass der Gewinn des Verlages an die Anteilseigner ausgeschüttet wird. Nur so sei der Bestand Suhrkamps zu sichern. Um den Verlag tobt seit Jahren ein Machtkampf zwischen den Gesellschaftern. Die Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz hält 61 Prozent, der Medienunternehmer Hans Barlach den Rest.

Wiener Aktionskünstler Otto Muehl gestorben

Österreichs umstrittener Aktionskünstler Otto Muehl ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Muehl machte in den 1960er Jahren als einer der Mitbegründer des Wiener Aktionismus Schlagzeilen. Der Körper selbst wurde als Material begriffen. Eine "Pissaktion" sorgte ebenso für einen öffentlichen Skandal wie eine Aktion, bei der ein Schwein geschlachtet und die Exkremente über eine nackte Frau geschüttet wurden, begleitet von Weihnachtsliedern.

Franz-Kafka-Preisgeht an Amos Oz

Der Franz-Kafka-Preis für Literatur geht in diesem Jahr an den israelischen Schriftsteller Amos Oz. Das teilte die Jury gestern in Prag mit. Der Preis wird von der Franz-Kafka-Gesellschaft in Prag an Autoren vergeben, die sich in besonderem Maße für Toleranz und Humanität eingesetzt haben. Oz wird im Oktober in Prag eine Bronze-Skulptur des Künstlers Jaroslav Rona und ein Preisgeld von 10 000 Dollar entgegennehmen. Zur Jury gehört unter anderem auch der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki. Auf Deutsch erschien von Oz zuletzt der Erzählband "Unter Freunden", in dem der heute 74-Jährige seine Erfahrungen im Kibbuz literarisch verarbeitet.