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Wie Mittelständler im Ausland erfolgreich sein können

Saarbrücken. Wenn eine mittelständische Firma im Ausland erfolgreich sein will, sollte sie auf die Marke "Made in Germany" setzen. "Viele mittelständische Unternehmen profitieren vom Länderimage", sagte der Direktor des Instituts für Handel und Internationales Marketing der Saar-Uni, Professor Joachim Zentes

Saarbrücken. Wenn eine mittelständische Firma im Ausland erfolgreich sein will, sollte sie auf die Marke "Made in Germany" setzen. "Viele mittelständische Unternehmen profitieren vom Länderimage", sagte der Direktor des Instituts für Handel und Internationales Marketing der Saar-Uni, Professor Joachim Zentes. Beim neunten Unternehmertag der Universität des Saarlandes ging es gestern um das Thema "Internationalisierungstendenzen im saarländischen Mittelstand".Zentes referierte vor zahlreichen Teilnehmern über "Erfolgreiche Internationalisierungsstrategien mittelständischer Unternehmen". Mittelständler würden sich vor allem internationalisieren, um neue Absatzmärkte zu erschließen, sagte Zentes. Aber auch der Zugang zu Technologien und Arbeitskräften spiele eine Rolle. Viele Mittelständler würden nicht selbst exportieren, sondern einen Zwischenhändler einschalten. Dann könnten sie fremde Vertriebswege nutzen und müssten sich nicht erst selbst welche aufbauen, sagte Zentes.



Auf die Faktoren Glaubwürdigkeit und Vertrauen komme es an, wenn mittelständische Betriebe im Ausland akzeptiert werden wollten. "Gute Mittelständler zahlen überdurchschnittlich hohe Löhne und investieren mehr in die Schulung und Fortbildung ihrer Mitarbeiter", erklärte Zentes. Dadurch habe man letztlich niedrigere Personalkosten, weil die Mitarbeiter mehr leisten würden und treuer seien.

Nach dem Vortrag von Zentes stellte Wolfgang Glauner von der Unternehmensberatung Ernst & Young den Unternehmerwettbewerb "Entrepreneur des Jahres" vor. Danach gab es mehrere Vorträge von saarländischen Mittelständlern. "Die Vorträge waren sehr interessant", sagte Steuerberater Thorsten Ternig von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft W+ST. Er war zum ersten Mal dabei. son