Wie der Preis für eine Immobilie zustande kommt

Wie der Preis für eine Immobilie zustande kommt

Es gibt keine 08/15-Regelung, nach der Experten die Kostenaufstellung für eine Immobilie berechnen – doch immerhin einige Eckdaten. Fachleute geben Einblick.

Die Preise für Immobilien steigen noch immer kräftig. Da fragen sich natürlich viele Hausbesitzer, ob es nicht angebracht sei, das Haus oder die Eigentumswohnung unter den Hammer zu bringen. Doch was ist die Immobilie eigentlich wert? Experten erläutern, dass die Rechnung einstmaliger Kaufpreis plus Reparatur- und Verschönerungskosten nicht greift. Vielmehr steht zu Beginn der Marktwert. Als Markt- oder auch Tagespreis bezeichnet man den Wert, der zu einem bestimmten Zeitpunkt zählt.

Zu den Faktoren, die der Immobilienprofi mit einbezieht, gehört zuerst einmal die Lage. So wird bei zwei im Grunde gleichwertigen Häusern, die aber in zwei unterschiedlichen Vierteln stehen, dasjenige teurer sein, das sich in der exklusiveren Gegend befindet. Mit eingerechnet wird auch eine dörfliche Struktur, die Lage in einem Mischgebiet oder nahe der Stadtmitte.Immens wichtig ist selbstverständlich auch die Größe der Immobilie. Die ganz einfache Faustregel lautet: Je größer Haus und Grundstück sind, desto mehr kann man verlangen. Selbiges gilt im Groben auch für Nutz- und Wohnfläche. Ebenso wichtig wie der Tagespreis ist der Angebotspreis. Damit wird die Summe bezeichnet, mit der eine Immobilie angeboten wird. Der Verkäufer setzt ihn in der Regel etwas höher an, um Spielraum für Verhandlungen zu haben. Für ältere Objekte oder solche mit Renovierungsstau wird ein geminderter Preis ermittelt. Außerdem werden Liebhaber von untypischen Grundrissen dafür mehr Geld ausgeben als für eine reguläre Bauweise. Der Gesamtverkaufspreis schließlich bezeichnet die Summe, die sich aus Verkaufspreis, Maklercourtage, Notargebühren und Grunderwerbssteuer zusammensetzt.

Falls die Erwirtschaftung einer Rendite oder der Eigenbedarf im Vordergrund stehen, verfahren Experten nach dem Ertragswertverfahren. Dabei sind vor allem der Bodenwert und der Wert der baulichen Anlage von Belang. Zudem wird noch der Nettowert der Kaltmiete im Laufe eines Jahres mit einkalkuliert.

Durch Kapitalisierung des Nettowertes wird der Wert des Gebäudes festgelegt. Für den Nettoertrag zieht man von der erzielbaren Jahresmiete die Bewirtschaftungskosten ab. Dazu gehören unter anderem Kosten für nicht umlagefähige Betriebskosten, Verwaltung und Instandhaltung. Für alle weiteren Fragen stehen Ihnen die Immobilienpartner in Ihrer Nähe gerne Rede und Antwort.
PR/bo