Wertstoffhof in St. Wendel bekommt Elektro-Radlader

Elektro-Mobilität : Elektrisch auf dem Wertstoffhof unterwegs

St. Wendel setzt als erste Saar-Kommune auf umweltbewusst betriebenen Radlader.

Mit einem neuen gemieteten Radlader für den Wertstoffhof ist die Kreisstadt St. Wendel auf Elektromobilität umgestiegen. Ein Elektro-Radlader übernimmt nun Aufgaben wie die Abfälle (Sperrmüll, Baumischabfall, Altholz) in die Container zu schütten, Bauschutt und Grünschnittabfälle zusammenzuschieben, Grünschnitt für den Transport zur Kompostieranlage aufzuladen oder im Winter den Schnee wegzuräumen.

Laut Dieter Martin, geschäftsführender Gesellschafter des Fürther Unternehmens Stoll Baumaschinen, ist die Kreisstadt die erste saarländische Kommune, die ein derartiges Elektrofahrzeug einsetzt.

Bürgermeister Peter Klär (CDU) bezeichnet den Einsatz des Elektro-Radladers als „wichtigen Beitrag der Stadt zum Klimaschutz“. Der vollelektrisch betriebene Radlader arbeitet völlig frei von Emissionen, schont die Umwelt sowie Anwender. „Und weiß auch in Sachen Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu punkten“, ergänzt Martin.

Das bewegliche Arbeitsgerät verbinde eine konstant hohe Nutzlast, Geländegängigkeit und den Komfort des klassischen Radladers, allerdings ohne dessen Motorenlärm zu verursachen. „Bei voller Leistung kann der Radlader bis zu sechs Betriebsstunden leisten. Die Ladezeit der Batterie beträgt zwischen sechs und sieben Stunden“, erklärt Martin technische Details.

Im Betrieb fast lautlos: Bis zu sechs Stunden kann der Elektro-Radlader bei voller Leistung arbeiten. Foto: Frank Faber

Verwaltungschef Klär sieht die Inbetriebnahme des Elektro-Radladers als weiteren Schritt im städtebaulichen Entwicklungskonzept wie im Abfallwirtschaftskonzept. „Das verfolgen wir seit Jahren“, sagt er. So geht bereits für die Stadtreinigung ein elektrisch betriebenes Fahrzeug auf Tour durch die St. Wendeler Innenstadt. Ein Elektro-Dienstwagen für das städtische Umweltamt ist angeschafft worden. „Als Stadt möchten wir in Sachen Umweltschutz mit gutem Beispiel vorangehen und hier ein Vorbild sein“, strebt der Bürgermeister an. Daher gelte es jetzt, die entsprechenden Weichenstellungen zu treffen.