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| 21:10 Uhr

Werksbesetzung bei Continental in Saargemünd ist beendet

Saargemünd. Die Besetzung des Continental-Werks in Saargemünd durch rund 500 Mitarbeiter des Schwesterwerks in Clairoix ist beendet

Saargemünd. Die Besetzung des Continental-Werks in Saargemünd durch rund 500 Mitarbeiter des Schwesterwerks in Clairoix ist beendet. Noch am Mittwochabend konnte die Nachtschicht wieder mit der Produktion beginnen, nachdem ein Sprecher der Konzernspitze von Continental telefonisch zugesagt hatte, dass die von französischer Seite geforderten Gespräche über die Werksschließung, die am Runden Tisch mit Vertretern der Regierung und der Belegschaft geführt werden sollten, für den 12. Mai angesetzt seien. Wie berichtet, hatte Continental die Schließung des Werks im nordfranzösischen Clairoix, wo bisher in der Reifenproduktion 1120 Mitarbeiter beschäftigt sind, für das Jahr 2010 angekündigt. Doch über Sozialpläne war bisher nicht gesprochen worden, obwohl dies auch der französische Staatssekretär Luc Chatel verlangt hatte. Stattdessen hatte Continental am Mittwoch eine Presseerklärung herausgegeben, wonach der Konzern bereit sei, mit dem arabischen Mischkonzern MAG aus Dubai über eine Übernahme des Werks in Nordfrankreich zu verhandeln. Dieser Hinweis zum Verkauf aus Hannover war aber von den Werksbesetzern in Saargemünd als "heiße Luft" zurückgewiesen worden. Gestern nun veröffentlichte Continental wieder eine Erklärung, in der das gewaltsame Eindringen der Arbeiter aus Clairoix in das Werk von Saargemünd missbilligt wurde. Wichtig sei, dass in Saargemünd wieder Ruhe und Normalität eingekehrt sei. Zugleich bestätigte das Unternehmen den Gesprächstermin am 12. Mai, an dem für Continental der Leiter der Abteilung Pkw-Reifen, Nicolai Selzer, teilnehmen soll. Doch schränkte der Konzern zugleich ein, dass Sozialplan-Verhandlungen nicht Gegenstand des Gespräches sein könnten, denn, so hieß es wörtlich: "Verhandlungen liegen in der Verantwortung des französischen Managements, das hierfür zuständig ist und über entsprechende Befugnisse verfügt. Dies ist gesetzlich auch so vorgeschrieben." Von dem Continental-Verantwortlichen in Frankreich, François Gérard, der auch das Werk in Saargemünd leitet, war aber bisher nicht viel zu sehen und zu hören. Gérard, so hieß es am Mittwoch, weile diese Woche zu einem Urlaub in der Türkei. Als Grund für die Werksschließung in Clairoix nannte Continental einen Nachfrageeinbruch sowie Überkapazitäten bei der Produktion. Dieses Jahr würden rund 15 Millionen Reifen zu viel gefertigt. gf