Weltgrößter Solarzellen-Hersteller Q-Cells in freiem Fall

Weltgrößter Solarzellen-Hersteller Q-Cells in freiem Fall

Bitterfeld. Die junge Solarbranche steckt in ihrer schwersten Krise: Senkten Phoenix Solar und der zu Bosch gehörende Erfurter Solarzellen-Hersteller Ersol bereits Ende Juni ihre Prognosen, meldete gestern der weltgrößte Solarzellen-Hersteller Q-Cells tiefroe Zahlen

Bitterfeld. Die junge Solarbranche steckt in ihrer schwersten Krise: Senkten Phoenix Solar und der zu Bosch gehörende Erfurter Solarzellen-Hersteller Ersol bereits Ende Juni ihre Prognosen, meldete gestern der weltgrößte Solarzellen-Hersteller Q-Cells tiefroe Zahlen. Niedrigere Absatzmengen, die Verschiebung eines Großprojektes in das dritte Quartal und der anhaltende Preisverfall für Solarzellen ließen den Umsatz auf 142 Millionen Euro einbrechen. Das war weniger als die Hälfte aus dem Vorjahreszeitraum und auch noch einmal gut 80 Millionen Euro weniger als im ersten Quartal 2009, berichtete das Unternehmen aus Bitterfeld gestern. Der operative Verlust lag bei 62 Millionen Euro. Eine Umsatzprognose für das Gesamtjahr wollte Q-Cells nicht mehr abgeben. Drei Mal hatte das Unternehmen die Vorhersage bereits abgesenkt, zuletzt auf 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen will nun die Kurzarbeit ausweiten und Investitionen kürzen, Arbeitsplätze aber möglichst nicht streichen. Q-Cells beschäftigt rund 2500 Menschen. dpa

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