Was bietet das Staatsorchester in der nächsten Saison?

Was bietet das Staatsorchester in der nächsten Saison?

Saarbrücken. Nicht auf die Solisten kam es Toshiyuki Kamioka an bei der Planung der kommenden Saison im Jubiläumsjahr des Staatsorchesters - das Orchester selbst soll im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet: große, groß besetzte Werke, die das Orchester noch nie oder lange nicht gespielt hat - wie das Requiem von Verdi, Richard Strauss' Alpensinfonie und Mahlers 7. Sinfonie

Saarbrücken. Nicht auf die Solisten kam es Toshiyuki Kamioka an bei der Planung der kommenden Saison im Jubiläumsjahr des Staatsorchesters - das Orchester selbst soll im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet: große, groß besetzte Werke, die das Orchester noch nie oder lange nicht gespielt hat - wie das Requiem von Verdi, Richard Strauss' Alpensinfonie und Mahlers 7. Sinfonie."Wenn ich noch zehn Mal mehr Etat hätte, hätte ich gerne alles viel größer gemacht", sagt der Generalmusikdirektor. Er freue sich aber, dass es trotz eines nicht gestiegenen Etats "so gut gelungen ist", ein Programm "für die Ewigkeit" zusammenzustellen. Er habe nicht überlegt, was er gerne machte, betont Kamioka, sondern sich gefragt, "was fehlt dieser Stadt, was kann man wagen?".

Im ersten Sinfoniekonzert am 26. und 27. August präsentiert das Staatsorchester mit dem Staatstheater-Chor unter der Leitung von Kamioka Verdis großes Requiem, eine mehr dramatische als liturgische Totenmesse, die manchmal "Verdis beste Oper" genannt wird. Als Solisten sind Marion Amman (Sopran), Stefanie Lauritzky (Alt) und Olafur Sigurdarsson (Bass) geplant.

Auf einen "richtigen Star-Solisten" freut sich Kamioka im zweiten Sinfoniekonzert, in dem David Geringas Haydns C-Dur-Cellokonzert spielt, Rossinis Wilhelm Tell-Ouvertüre und Schostakowitschs 15. Sinfonie dirigiert.

Im November folgt dann ein weiteres Mammutwerk: Mahlers 7. Sinfonie, die den inoffiziellen Beinamen "Lied der Nacht" trägt. Ein Höhepunkt könnte auch das sechste Sinfoniekonzert im April 2013 werden, mit Richard Strauss' Alpensinfonie - ein gigantisches Programmmusik-Werk, das auf kraftvolle Weise, als letztes Aufbäumen der spätromantischen Sinfonik, eine Bergbesteigung (die man auch als Metapher für einen Lebensweg sehen könnte) beschreibt.

Zwei große Klaviersolisten werden im Mai und Juni 2013 mit dem Orchester spielen: Boris Berezovsky (Liszts 1. Klavierkonzert) sowie Lilya Zilberstein (a-Moll-Klavierkonzert von Edward Grieg). Abgerundet wird das Programm durch zwei kleinere Uraufführungen ("Luna" von dem dänischen Komponisten Per Nørgård und ein "Konzert für Posauenenquartett und Orchester" von Thedor Burkali). aka