Kreuz : Hermannskreuz oft Ziel von Zerstörungswut

() Auf dem Weg von Obersalbach nach Heusweiler ragt gegenüber der Zufahrt zum Langenfelder Hof eine alte, vom Wind zerzauste Akazie in den Himmel. Ihre letzten welken Blätter können das an ihrem Fuße stehende Wegekreuz aus dem Jahr 1907 und einen nicht weit davon in der benachbarten Wiese abgestellten Strohballenwagen sowie einen Grubber nicht mehr vor Regen schützen.

Die Äcker sind längst schon abgeerntet, und auch der Baum ruht bis zum nächsten Frühjahr.

Wie Landwirt Ernst Schäfer berichtet, sei das Kreuz letztmals 2002 durch Vandalismus beschädigt worden. Bürger und er selbst hätten es wieder aufgerichtet und repariert. Das Originaloberteil konnte jedoch nicht mehr verwendet werden, da es völlig demoliert war.

Der Anhänger und der zur Lockerung des Bodens verwendete Grubber kommen erst im nächsten Jahr wieder zum Einsatz. Das Kreuz wird im Volksmund „Hermannskreuz“ genannt, da es von den Eheleuten Herman Paul und Maria Neu zur Ehre Gottes“ gestiftet wurde.

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