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Kreuz
Der Appell des Kreuzes gilt dem Frieden

Wo das Friedenskreuz steht, tobten einst blutige Kämpfe. 
Wo das Friedenskreuz steht, tobten einst blutige Kämpfe.  FOTO: Martin Baus
Blieskastel-Riesweiler. () Symbolträchtiger könnten Standort und Machart des Friedenskreuzes kaum sein: Fast auf der Grenze zwischen Saarland und Lothringen erinnert es vor allem an die Schrecken des letzten Krieges im heute so beschaulichen Winkel des Blies­gaus.

1944/45, dem letzten Winter des Zweiten Weltkrieges, war die Gegend 13 Wochen lang Schauplatz blutiger Kämpfe. „Friede der Erde und den Menschen“ lautet daher der Appell, der hier in Stein gemeißelt ist. Fragmente eines älteren Kreuzes, das im Krieg zerstört wurde, sind ins Kreuz eingebaut – auch ein Christustorso auf der Rückseite. „Als Kreuz des Friedens mit den Wunden des Krieges“ sei das Monument 1992 errichtet worden, berichtet eine Bronzetafel.


 Joseph Schiber aus dem nahen Blieskastel-Riesweiler hatte die Initiative dazu ergriffen. Die Bildhauerei Abel aus Niederwürzbach führte die Arbeit aus. Der kriegsversehrte Gekreuzigte hat Maria Immaculata auf der Weltkugel und einen Joseph zu Seiten. Der Blick von der 370 Meter hohen Gemarkung „auf der Burg“ ist Panorama, bis zum Schaumberg lässt sich gut Umschau halten. Passanten, die auf dem vorbeiführenden Pirminiusweg das Kreuz berühren, hinterlassen oft Granatsplitter. Die umliegenden Äcker sind voll davon.