VSE und saarländische Stahlindustrie gründen gemeinsame Firma

VSE und saarländische Stahlindustrie gründen gemeinsame Firma

Der Energieversorger VSE und die saarländische Stahlindustrie wollen mit Hilfe eines Gemeinschaftsunternehmens in ganz Europa junge Firmen als Technologiepartner gewinnen.

Die Stahl-Holding Saar (SHS) und der saarländische Energieversorger VSE haben gemeinsam die Gesellschaft SHS Ventures GmbH gegründet. Mit dem Ziel, gemeinsam neue Trends schneller zu entdecken und diese durch Kooperationen mit Start-up-Unternehmen in ganz Europa auszubauen. SHS Ventures dient vorrangig dazu, vielversprechende Firmen zu identifizieren. Die Beteiligung oder Investition tätigten dann die VSE oder die Stahlbranche selbst, je nachdem zu wem das Start-up am besten passt, erläuterte VSE-Vorstand Hanno Dornseifer. Falls beide saarländischen Partner Interesse an einer Investition hätten, könne das auch SHS Ventures übernehmen .

Generell wolle man mit der neuen Gesellschaft "weitere Geschäftsfelder für unsere Unternehmen erschließen, um so zur Standort- und Beschäftigungssicherung im Saarland beizutragen", sagte Dornseifer.

Für die Energiewirtschaft seien die Sammlung von Daten und die Möglichkeiten ihrer Verwertung im Digitalzeitalter relevanter als Kilowattstunden. Dies könne man am Beispiel der "intelligenten Häuser" sehen, den "Smart Homes", sagte Dornseifer. Dort ließen sich heute schon viele Funktionen elektronisch und von außen per Smartphone steuern, von der Heizung bis zu Geräten in der Küche. "Überall in Europa sind Start-up-Unternehmen in zum Teil atemberaubendem Tempo in solchen neuen Geschäftsfeldern unterwegs", so Dornseifer. Im Idealfall passten sie zur VSE und auch zu den Saar-Hütten.

Ute Engel, Pressesprecherin der SHS Stahl-Holding Saar, ergänzte: Für die Hütten seien beispielsweise die Bereiche Energieeffizienz und neue Roboter-Technologien sehr interessant.

Dornseifer sagte, man beginne auf kleiner Flamme und sehe die neue Gesellschaft als zusätzliches Engagement, das in der Anfangsphase mit vorhandenem VSE-Stammpersonal bestritten werde. "Wenn wir erkennen, dass die vorhandene Mannschaft nicht ausreicht, stocken wir auf." In einem ersten Schritt sollen noch bis zum Jahresende europaweit die ersten Jungunternehmen als Kooperationspartner gefunden sein.