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Vorsicht, Klassik! Tori Amos in Luxemburg

Den noblen Flügel hat sie noch. Diesmal reiste Tori Amos sogar mit Streichquartett an. Foto: dpa
Den noblen Flügel hat sie noch. Diesmal reiste Tori Amos sogar mit Streichquartett an. Foto: dpa
Luxemburg. Ein gewöhnliches Popkonzert war das nicht. Tori Amos betrat am Dienstagabend die Bühne des Luxemburger "Atelier" im Gegensatz zu früheren Tourneen weder allein noch mit angestammter Band - sondern mit dem polnischen Apollon Musagete Streichquartett

Luxemburg. Ein gewöhnliches Popkonzert war das nicht. Tori Amos betrat am Dienstagabend die Bühne des Luxemburger "Atelier" im Gegensatz zu früheren Tourneen weder allein noch mit angestammter Band - sondern mit dem polnischen Apollon Musagete Streichquartett. Das ist auch auf Amos' jüngstem Album "Night of hunters" zu hören, ein Konzeptalbum, dessen Texte von irischer Mythologie und dessen Kompositionen von der Klassik inspiriert wurden. Passend, dass es das erste Werk von Amos ist, das beim Label Deutsche Grammophon erschienen ist.Amos nahm das Album zum Anlass, ihre Vorliebe für Klassik auch auf der Bühne zu unterstreichen. Sie präsentierte neue wie alte Stücke in einem avantgardistisch-minimalistischen Gewand. Es war bisweilen anstrengend, ihr zweieinhalb Stunden lang zu folgen. Wer Amos noch als die junge Musikerin kennt, die Anfang der Neunziger mit Klavier und intensivem Gesang die alternative Musikszene aufmischte, war wohl überrascht, nun mit Pop-ferner Klassik konfrontiert worden zu sein. Diese Fans waren jedoch in der Minderheit. Im nahezu ausverkauften Atelier erntete Amos für nahezu alle Songs viel Beifall und Jubel. kfb