Volkswagen kürzt Investitionen in Kernmarke VW

Volkswagen kürzt Investitionen in Kernmarke VW

Volkswagen streicht wegen des Abgas-Skandals seine geplanten Investitionen in die Kernmarke VW zusammen. Pro Jahr hat der neue Markenchef Herbert Diess rund eine Milliarde Euro weniger für Modelle und Fabriken zur Verfügung als bisher geplant, wie VW gestern in Wolfsburg mitteilte.Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil machte wenig Hoffnung auf eine schnelle Klärung der Hintergründe der Diesel-Affäre.

Allein die Ermittlungen der US-Anwaltskanzlei Jones Day zum VW-Abgas-Betrug werden demnach einige Monate dauern.

Der Skandal trifft auch die Typen-Planung: Das schwächelnde Top-Modell Phaeton bekommt keinen herkömmlichen Nachfolger mehr, sondern wird nur als Elektroauto weiterentwickelt, wie VW mitteilte.

"Die Marke Volkswagen stellt sich für die Zukunft neu auf", betonte VW-Markenchef Diess. "Wir werden effizienter, richten die Produktpalette und Kerntechnologien neu aus und schaffen uns mit dem beschleunigten Effizienzprogramm den Spielraum für zukunftsweisende Technologien." Für Europa und Nordamerika wurde laut VW ein vollständiger Umstieg bei Diesel-Aggregaten auf eine fortschrittlichere und teurere Technologie für die Abgasreinigung "zum frühestmöglichen Zeitpunkt" beschlossen.

In Hollywood wollen Filmstar Leonardo DiCaprio und das Studio Paramount Pictures Medien zufolge einen Film über die Abgasaffäre drehen.