Völklingen: Christiane Blatt sucht Dialog

Christiane Blatt will sich Sorgen der Geschäftsleute anhören : Oberbürgermeisterin bittet zu Rundem Tisch

Auf Kritik von Geschäftsleuten aus der nördlichen Völklinger Innenstadt reagiert Oberbürgermeisterin Christiane Blatt nun mit der Einladung zu einem Runden Tisch.

Beobachtungen und Äußerungen bei einem Rundgang der SZ durch die nördliche Innenstadt (Ausgabe vom 4. September) haben im Völklinger Rathaus Wellen geschlagen. „Vernachlässigt und vergessen fühlen sich Dutzende von Geschäftsleuten der Nördlichen Innenstadt“, hieß es da unter anderem. Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) zeigte sich nun „verwundert, dass sich die Geschäftsleute mit diesem Vorwurf an die Presse wenden“. Dass sich die Stadt Völklingen nur um das Kerngebiet kümmere, stimme so nicht. Die Stadt habe die Nördliche Innenstadt in das Programm Soziale Stadt aufgenommen, und so flössen öffentliche Gelder auch in dieses Quartier, um es städtebaulich und sozial aufzuwerten. Auch im Rahmen des Förderprogramms BIWAQ würden seit Jahren Maßnahmen unter dem Motto „Besser leben und arbeiten im Quartier“ angestoßen, stellte die Oberbürgermeisterin fest.

Ein Beispiel sei der „Branchenführer Nördliche Innenstadt“, übrigens ein Projekt, das nicht nur Betriebe streng nach den Grenzen des Fördergebietes aufzähle. Außerdem sei im Rahmen von BIWAQ ein Unternehmerstammtisch initiiert worden. Hieraus entstamme die Idee für eine gemeinsame Weihnachtsbeleuchtung. Die Stadt stelle bereits seit zwei Jahren einen Weihnachtsbaum auf die Freifläche des ehemaligen Martin-Luther-Hauses in Nähe der Versöhnungskirche auf. Jetzt wollten Unternehmer unter Koordination des Diakonischen Werkes daran gehen, eine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung umzusetzen.

Die Oberbürgermeisterin will nun der Kritik einzelner Geschäftsleute genauer nachgehen: „Ich werde in nächster Zeit die Unternehmen zu einem Gespräch einladen, um mich über die Gründe für die Unzufriedenheit zu informieren, aber auch um klarzustellen, welche Aktivitäten Politik und Stadtverwaltung in der Nördlichen Innenstadt unternehmen und was für die Zukunft geplant ist.“ Die Oberbürgermeisterin setzt hier nach eigenen Angaben auf Kommunikation und Ideenaustausch: „Von pauschalen Schuldzuweisungen halte ich wenig. Wir sollten gemeinsame Ziele festlegen und Verantwortlichkeiten absprechen. Das ist der richtige Weg, in die Zukunft zu blicken“, so Christiane Blatt.

Geschäftsleute rund um Irene von der Elz-Hell hatten kürzlich bei dem SZ-Rundgang unterstrichen, dass eine Reihe alteingesessener Geschäfte außerhalb der von öffentlichen Förderprogrammen erfassten Gebiete liege (siehe „Info“).