Losheim am See: Visionen, Freundschaft und Genuss

Losheim am See : Visionen, Freundschaft und Genuss

Besucher Losheims konnten am vergangenen Wochenende gelebte Partnerschaft, Gartengenüsse und Zukunftsvisionen erleben.

Gleich drei erfreuliche Anlässe haben Menschen aus verschiedenen Regionen am Wochenende im Seegarten am Losheimer Stausee zusammengeführt: die Messe „Garten und Genuss“, der fünfte Gepaco-Tag und die Eröffnung der Dauerausstellung „Welten der Zukunft“. Bürgermeister Lothar Christ begrüßte hierzu Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer, den Künstler Yannick Monget, seine Amtskollegen aus den Gepaco-Kommunen, die Beigeordnete Monique Sary aus Montigny-les-Metz, Bürgermeisterin Isabelle Poncelet aus Habay, Bürgermeister Gaston Greiweldinger aus Strassen und Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Frieden aus Konz sowie zahlreiche Repräsentanten des Öffentlichen Lebens.

Seit dem Jahr 2011 gibt es das grenzüberschreitende Partnerschaftsnetzwerk Gepaco, in dem neben Losheim vier weitere Kommunen aus Frankreich, Belgien, Luxemburg und Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten. Neben den jährlichen Gepaco-Tagen finden regelmäßige Treffen der Partnergemeinden statt, die, wie Christ erklärt, „alle in äußerst freundschaftlicher und angenehmer, sehr offener Atmosphäre ablaufen.“

Als Zeichen der Verbundenheit pflanzten die Kommunalpolitiker gemeinsam einen Rotdorn neben dem ersten Bild der Ausstellung, der nun, ebenso wie die Partnerschaft, blühen und gedeihen soll.

Die Ausstellung „Welten der Zukunft“ des französischen Künstlers Yannick Monget war vor zwei Jahren vier Monate lang im Seegarten präsentiert worden und hatte viel Beachtung gefunden. Auf großformatigen Bildern hat Monget Zukunftsvisionen mehrerer Weltstädte dargestellt und dabei Szenarien entwickelt, wie es mit der Erde weitergehen könnte, wenn sich in den nächsten 20 bis 30 Jahren nichts ändert. Es gibt aber auch Bilder, die kreative Lösungsansätze zeigen und Hoffnung wecken.

Einige dieser Exponate hat die Gemeinde mit Geldern aus dem Leader-Programm erworben, und sie sollen nun als Dauerausstellung ein Zeichen für die Umwelt setzen. „Wir wünschen uns als Besucher insbesondere auch Schulklassen und Studenten, Menschen also, die noch viel Zeit haben, unsere Welt freundlicher und nachhaltiger zu gestalten“, erklärte Christ.

Staatssekretär Krämer, der die Grüße von Umweltminister Reinhold Jost überbrachte, zeigte sich erfreut über die Umweltbestrebungen der Gemeinde Losheim. Der Landkreis Merzig-Wadern war auf Betreiben der stellvertretenden Ministerpräsidentin Anke Rehlinger in das auf sieben Jahre ausgelegte Leader-Programm aufgenommen worden. Im Rahmen dieses Projektes soll die Bevölkerung für das Thema Umwelt sensibilisiert werden.

„Am Beispiel des Ozonloches, das im Begriff ist, sich zu verkleinern, kann man sehen, dass wir immer noch Handlungsspielraum haben“, äußerte Krämer optimistisch. Auch der Kreisbeigeordnete Frank Wagner bezeichnete das Leader-Projekt als „Herzensangelegenheit“. Die Bilder der Ausstellung seien von großer Nachhaltigkeit, vor allem im pädagogischen Bereich. Sie bieten Möglichkeiten für Workshops und Unterrichtsgänge, um jungen Menschen die Problematik nahezubringen. Den ganzen Tag über herrschte auf dem Gartengelände reges Treiben. Die Gepaco-Gäste hatten eine kleine Künstlertruppe mitgebracht, es gab Musik und regionale Leckereien, und die Besucher konnten so die Früchte der Gepaco-Partnerschaft live genießen.