Viele Fantasy-Baustellen

Viele Fantasy-Baustellen

Homburg. Ein Musical mit Xavier Naidoo und dessen musikalischem Partner Michael Herberger, die "Zwerge"-Reihe als mögliche Fernseh-Serie, ein fünfter "Zwerge"-Band - an Plänen und Projekten mangelt es Autor Markus Heitz derzeit nicht

Homburg. Ein Musical mit Xavier Naidoo und dessen musikalischem Partner Michael Herberger, die "Zwerge"-Reihe als mögliche Fernseh-Serie, ein fünfter "Zwerge"-Band - an Plänen und Projekten mangelt es Autor Markus Heitz derzeit nicht. Im März können sich seine Fans auf die Fortsetzung des Science-Fiction-Romans "Collector" einstellen, im August soll der Thriller "Totenblick" erscheinen. Heitz: "Der Knaur-Verlag feiert 2013 ,50 Jahre Taschenbuch' und hat verschiedene Autoren aus seinem Programm gebeten, ein Buch speziell zu diesem Anlass zu schreiben. Darunter auch mich. Heraus kam ein Thriller." Der gebürtige Homburger freut sich, zwischen den Genres wechseln zu können. "Wenn ich immer nur Fantasy schreiben sollte, würde ich sagen: Nee. Aber nach den 'Zwergen' mal ein Thriller, dann Kurzgeschichten - diese Abwechslung liebe ich." Bis 2016 will er alle "offene Baustellen in Sachen Fantasy" hinter sich haben: Für Januar 2014 plant er den vierten Teil seiner "Albae"-Reihe, bei denen die bösen Zwerge-Gegenspieler im Mittelpunkt stehen. Danach will er einen fünften Band der "Zwerge" veröffentlichen, danach Teil drei von "Drachenkaiser".

Teil eins der Zwerge-Saga verhalf Heitz vor knapp zehn Jahren zum Durchbruch. Nachgehen will er jetzt der Frage - Fans werden sie verstehen -, ob der zurückgekehrte Tungdil im vierten Zwerge-Band wirklich der echte oder nur ein Duplikat war, wie es im jüngsten Band angedeutet wurde. "Aber Genaues möchte ich noch nicht zum fünften Band verraten."

Während Heitz seine Buchpläne für die nächsten Jahre abgesteckt hat, ergeben sich andere Projekte kurzfristig. Etwa seine Arbeit am Musical "Timm Thaler", für das er das Libretto verfasste und an den Songtexten mitschrieb. Mit dem saarländischen Musicalmacher Frank Nimsgern hat er zusammengearbeitet an der Geschichte über Timm Thaler, die Figur, die James Krüss für seinen Jugendroman entwarf und aus der die ZDF-Weihnachtsserie von 1979 wurde: Der 13-jährige Held, gespielt von Thomas Ohrner, verkauft sein Lachen an den finsteren Baron Lefuet, gewinnt danach zwar jede Wette, wird aber nicht glücklich. "Als ich den Namen Timm Thaler hörte, war klar: Da muss ich dabei sein. Eine Kindheitserinnerung", sagt Heitz. Das Duo Naidoo und Herberger soll die Musik machen (wir berichteten), laut Heitz soll es ab Anfang November aufgeführt werden, "in einem renommierten Haus", mehr sagt er nicht.

In Sachen Musik ist Heitz auch noch anderweitig unterwegs: Zusammen mit der Speed-Metal-Band Blind Guardian arbeitet er an einem orchestralen Album. "Es klingt wie ein Soundtrack, keine harten E-Gitarren", sagt der Fantasy-Autor, der die Story beisteuert, an der sich die Texte orientieren. Bei Heitz'schen Rollenspielabenden, erzählt er, sei oft Blind-Guardian-Musik im Hintergrund gelaufen.

Laufen könnte in etwa einem Jahr auch Heitz' Zwerge-Reihe und zwar auf den Fernsehbildschirmen. Europäische Produzenten wollten jedes der Bücher in zehn 45-minütige Folgen packen, im Stile der US-Fantasy-Serie "Game of Thrones". Derzeit sei man dabei, die Finanzierung zu sichern. Gelingt das, soll Ende 2013 Drehbeginn sein, Anfang 2014 die Ausstrahlung beginnen: "Ich hoffe auf das Beste. Aber das Filmgeschäft hat seine Tücken."

Auf einen Blick

Die Buchmesse "Hombuch" läuft am Samstag von 13 bis 19, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr im Homburger Saalbau (Zweibrücker Straße 22). Zwölf Lesungen gibt es am Samstag, 20 am Sonntag, 30 Verlage stellen aus. Ein prominenter Autor neben Markus Heitz ist Wolfgang Hohlbein. Die genauen Termine findet man im Internet. red

die-hombuch.de