| 15:31 Uhr

Borussia-Analyse
Verunsichert und kopflos in Stuttgart

Borussia-Kapitän Lars Stindl nach der Niederlage in Stuttgart.
Borussia-Kapitän Lars Stindl nach der Niederlage in Stuttgart. FOTO: Dirk Päffgen
Borussias 0:1 beim VfB Stuttgart war das beste Beispiel dafür, dass die Ballbesitz-Statistik vollkommen zu vernachlässigen ist. Die größte Chance des Spiels bekamen die Schwaben geschenkt – und nutzen sie. Danach fiel Gladbach nichts ein. Jannik Sorgatz

Wie unsere Schaubild-Analyse im folgenden zeigt, beschreiben vor allem drei Adjektive die Leistung, mit der Borussia endgültig in der Krise angekommen ist: mutlos, ideenlos, kopflos. Der Schock des frühen Gegentores in der fünften Minuten zog sich durch alle Mannschaftsteile. So lahmte das Aufbauspiel, so verpufften die wenigen guten Ideen, so hing der Angriff in der Luft.



Die beste Phase hatte Borussia in der Viertelstunde nach der Pause, als Raffael zur Krisenprävention ins Spiel kam. In Anwesenheit des Brasilianers wirkten die anderen Gladbacher weniger zittrig, zudem konnte sich Thorgan Hazard auf der Außenbahn besser einbringen. Diskutieren kann man jedoch, ob es richtig war, Vincenzo Grifo und nicht Jonas Hofmann aus dem Spiel zu nehmen. Insgesamt wirkten Dieter Heckings Wechsel unglücklich. Nach dem Spiel gegen RB Leipzig hatte er seinen Verzicht auf weitere Joker noch damit begründet, er habe nicht zu sehr ins funktionierende System eingreifen wollen. Nun tat er mit Josip Drmics Einwechslung für Denis Zakaria genau das - gerade dann, als seine Mannschaft ins Rollen kam.