Versicherer verteidigen Riester-Rente

Versicherer verteidigen Riester-Rente

Berlin. Die Versicherungsbranche hat die heftige Kritik an der Riester-Rente zurückgewiesen. Diese private Altersvorsorge mit Unterstützung des Staates sei vor allem für Geringverdiener und Familien besonders rentabel, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Berlin. Die Versicherungsbranche hat die heftige Kritik an der Riester-Rente zurückgewiesen. Diese private Altersvorsorge mit Unterstützung des Staates sei vor allem für Geringverdiener und Familien besonders rentabel, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte vor knapp zwei Wochen eine vernichtende Bilanz zehn Jahre nach Einführung der Riester-Rente gezogen. Der GDV wies dies nun zurück und betonte, er habe bei seinen Rechenbeispielen im Gegensatz zum DIW auch die "wichtige rentabilitätssteigernde Wirkung der Riester-Zulagen" berücksichtigt - etwa die Steuerersparnis während der Einzahlungsphase. Dabei zeigt sich laut GDV, dass die Verbraucher in den Modellrechnungen ihre eingezahlten Beiträge mit 71 bis 74 Jahren voll zurückerhielten. Würden die staatlichen Zulagen eingerechnet, würden die Verbraucher ihre Einzahlungen mit 74 bis 75 Jahren komplett zurückerhalten haben. Ab diesem Zeitpunkt erhielten sie die Überschüsse ausgezahlt. Würden die Betroffenen 80 Jahre alt, betrüge die Rendite ihrer Altersvorsorge zu diesem Zeitpunkt zwischen 2,7 und 5,1 Prozent. Somit sei die Riester-Rente für zahlreiche Menschen eine "interessante" Altersvorsorge. afp