Verdi kämpft für Betriebsratswahlen bei Adler

Verdi kämpft für Betriebsratswahlen bei Adler

Die Gewerkschaft Verdi wird bei dem Werbegeschenk-Unternehmen Adler in Saarbrücken Mitte des Monats eine Betriebsratswahl einberufen. Das kündigte Stefanie Recknagel von Verdi Saarbrücken gestern an.

Die Betriebsratswahl war eigentlich schon für den vergangenen Monat geplant. Jedoch zweifelte die Adler Vertriebs GmbH an, dass ausreichend Mitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert sind. Dies habe nun ein Notar bestätigt, so dass den Betriebsratswahlen aus formalen Gründen nichts mehr im Wege stehe.

Recknagel beklagt erhebliche Missstände für die 600 Beschäftigten bei dem Unternehmen. Die Mitarbeiter würden konsequent unter Druck gesetzt und bei Fehlverhalten abgestraft. So würden nach Verdi-Informationen Mitarbeitern, die länger krank sind, gute Kunden entzogen, so dass ihnen Provisionserträge verloren gehen.

Recknagel plant, für die Betriebsratswahlen auch Dolmetscher zu engagieren. Da bei Adler Mitarbeiter aus 14 Nationen arbeiten, sei sonst nicht gesichert, dass die Gewerkschafts-Informationen wirklich ausreichend verstanden werden.

Die Gewerkschafterin stellt sich auf eine harte Auseinandersetzung mit Adler ein. Das Unternehmen habe deutlich gemacht, dass Betriebsratsarbeit nicht gewünscht sei. So habe es den Standort Aachen kurz nach der Gründung eines Betriebsrats geschlossen. Solch eine Missachtung von Arbeitnehmerrechten könne und dürfe aber nicht geduldet werden, sagte Recknagel .