Verdi erhöht Druck auf Kommunen – Saarland droht 24-Stunden-Streik

Verdi erhöht Druck auf Kommunen – Saarland droht 24-Stunden-Streik

Mit ersten Warnstreiks haben Beschäftigte des öffentlichen Diensts Druck auf die Tarifverhandlungen ab kommenden Montag mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen gemacht. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi legten demnach hunderte Arbeitnehmer in sieben Bundesländern zeitweise die Arbeit nieder.

Bestreikt wurden unter anderem Stadtverwaltungen, Kliniken, Kitas und kommunale Entsorgungsbetriebe. In den kommenden Tagen werden weitere Regionen in den Protest einsteigen. Auch das Saarland. Dort plant Verdi am Freitag eine noch "symbolische Aktion", so Geschäftsführer Thomas Müller . Die Gewerkschaft protestiert mit 250 Mitgliedern beim kommunalen Arbeitgeberverband in Saarbrücken.

Die Gewerkschaften Verdi, GEW und Beamtenbund fordern mehr Lohn und keine Kürzungen bei der betrieblichen Altersversorgung. Sollte es kommende Woche keine Einigung geben - "und davon gehen wir aus", so Müller - wird es massivere Streiks geben. Verdi Saar plant für den 21. April einen ganztägigen Arbeitsausstand von Mitarbeitern in Verkehrsbetrieben, EVS, Bundesanstalt für Arbeit und Kitas. Die Beschäftigten würden dann in drei Zügen durch die Landeshauptstadt zu einer Demo am Staatstheater marschieren.