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Leserbrief Kastration von Ferkeln ohne Betäubung
Herr Jost, stimmen Sie da nicht zu!

Kastration von Ferkeln

Süße Ferkel ohne Betäubung kastrieren heißt ein Eingriff an der empfindlichsten Stelle des Tieres. Einfach bestialisch! Dass man überhaupt über eine Betäubung und deren weitere Aussetzung diskutiert! Sechs Euro pro Ferkel sind den Schweinehaltern schon zu viel. Geht es nur um Geld? Wer einmal die Bilder der schreienden und zuckenden Tiere im TV gesehen hat, weiß, wovon ich schreibe. Dieses kann für mich und meine Frau künftig nur bedeuten, auf Schweinefleisch aus solchen Betrieben zu verzichten. Das Gleiche gilt für Geflügel und Eier aus ähnlichen Betrieben. Es sollten viele folgen, die Macht des Verbrauchers wird solche Betreiber hoffentlich zum Umdenken zwingen. Bei Esso, die ihre Anlagen im Meer reinigen wollten, hat ein Meiden der Tankstellen schnell dazu geführt, dieses zu unterlassen. Herr Minister Jost, verweigern Sie Ihre Zustimmung zur Verlängerung der Aussetzung der Frist zum Betäuben und zeigen Sie, dass sie ein verantwortungsvoller Minister sind, dem Rentabilität nicht wichtiger als der Tierschutz ist! Die SPD im Saarland könnte hier einen positiven Akzent setzen und sich nicht, wie viele andere Politiker, weiter zum Handlanger solcher Praktiken machen. Nicht nur über Tierschutz reden, sondern nachweislich handeln, wenn man beim Wähler glaubwürdig sein will.


Manfred Burg, Völklingen