US-Investor zögert mit Übernahme der Beckinger Schraubenfabrik

US-Investor zögert mit Übernahme der Beckinger Schraubenfabrik

Die Zukunft der Schraubenhersteller-Gruppe Ruia Global Fasteners – mit einem Standort in Beckingen – ist weiter offen. „Das Ziel des Investors, mit den wichtigsten Kunden zu für ihn befriedigenden Lösungen zu kommen, konnte bisher nicht realisiert werden“, erklärte gestern der Düsseldorfer Insolvenzverwalter Frank Kebekus.

Er bestätigte, dass es "erhebliche Probleme" zwischen dem US-Investor Whitesell und sowohl den Kunden aus der Automobilbranche als auch den Arbeitnehmervertretern gibt. Whitesell hat daher den geplanten Kauf noch nicht besiegelt. Die Belegschaften und das Management machen gemeinsam mit der IG Metall Front gegen eine Übernahme von Ruia durch das US-Familienunternehmen (wir berichteten). Auslöser für den Widerstand sind nach Darstellung der Übernahmegegner Preiserhöhungen, mit denen Whitesell die Kunden verschrecke. Dadurch sei die Existenz der Gruppe mit ihren 1350 Mitarbeitern bedroht. Kebekus wies darauf hin, dass die Entscheidung über den Kauf laut Vertrag bis Jahresende allein bei Whitesell liege.