US-Autohersteller fordern fast zehn Milliarden mehr Hilfe

US-Autohersteller fordern fast zehn Milliarden mehr Hilfe

Detroit/Washington. Die Krise der US-Autohersteller ist noch viel schlimmer als bislang bekannt. Die Opel-Mutter General Motors (GM) sowie Ford und Chrysler fordern vom US-Kongress neue Kredite von insgesamt 34 Milliarden Dollar. Die Lage ist akut: GM will vier Milliarden Dollar noch im Dezember haben. Auch Chrysler braucht die angefragten sieben Milliarden Dollar bis Jahresende

Detroit/Washington. Die Krise der US-Autohersteller ist noch viel schlimmer als bislang bekannt. Die Opel-Mutter General Motors (GM) sowie Ford und Chrysler fordern vom US-Kongress neue Kredite von insgesamt 34 Milliarden Dollar. Die Lage ist akut: GM will vier Milliarden Dollar noch im Dezember haben. Auch Chrysler braucht die angefragten sieben Milliarden Dollar bis Jahresende. Der US-Automarkt liegt weiter am Boden: Im November fiel der Absatz nach Branchenzahlen um 37 Prozent. Die Verkäufe von GM brachen um 41 Prozent ein, der Ford-Absatz um gut 30 Prozent. Der größte US-Autobauer GM ersuchte den US-Kongress insgesamt um neue Kredite von bis zu 18 Milliarden Dollar bis Ende 2009. Der Konkurrent Ford braucht bis zu neun Milliarden, hofft aber, auf das Geld nicht unbedingt zugreifen zu müssen. Die US-Abgeordneten hatten bisher nur über neue Kredite von insgesamt 25 Milliarden Dollar für die drei großen Autobauer beraten. Die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, betonte gestern nochmals, die Gewährung der Kredite hänge davon ab, ob die Abgeordneten die von den drei Autokonzernen vorgelegten Sanierungspläne überzeugend finden. Es wurde erwartet, dass alle drei Chefs der US-Autokonzerne zu weiteren Anhörungen an diesem Donnerstag und Freitag nach Washington kommen werden. Bei einem ersten Auftritt vor zwei Wochen waren ihre Forderungen nach Milliardenkrediten im Kongress auf Skepsis gestoßen. dpa