Urabstimmung übereinen Poststreikbeginnt heute

Urabstimmung übereinen Poststreikbeginnt heute

Bonn/Berlin. Vor der heutigen Urabstimmung hat die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks im Tarifstreit bei der Deutschen Post fortgesetzt. Mehrere Tausend Brief- und Paketzusteller legten die Arbeit nieder, wie Verdi gestern mitteilte. Auch im Saarland blieben zahlreiche Briefkästen leer

Bonn/Berlin. Vor der heutigen Urabstimmung hat die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks im Tarifstreit bei der Deutschen Post fortgesetzt. Mehrere Tausend Brief- und Paketzusteller legten die Arbeit nieder, wie Verdi gestern mitteilte. Auch im Saarland blieben zahlreiche Briefkästen leer. In der Urabstimmung sollen die rund 100000 Verdi-Tarifbeschäftigten bei der Post über einen unbefristeten Ausstand entscheiden. Eine Annäherung im Tarifkonflikt war bisher nicht in Sicht.Die Post forderte die Beschäftigten auf, gegen den Streik zu stimmen. Es gehe auch darum, die "langfristige Zukunft des Unternehmens" zu sichern. "Die unnachgiebige Haltung der Gewerkschaft treibt unsere Kunden in die Arme der Konkurrenz und gefährdet ihre Arbeitsplätze." Rund sechs Millionen Briefe und 200000 Pakete seien nicht zugestellt worden, berichtete Verdi. In etwa 250 Städten und Gemeinden in fast allen Regionen Deutschlands seien die Briefkästen leergeblieben. In Hamburg demonstrierten rund 200 Mitarbeiter für höhere Löhne. Während der Zeit der Urabstimmung in den nächsten Tagen sind laut Verdi keine weiteren Warnstreiks geplant. Die Urabstimmung soll bis Dienstag dauern, das Ergebnis soll am nächsten Mittwoch verkündet werden. Ein Streik könnte laut Gewerkscahft Verdi am 2. Mai starten. Betroffen von den Tarif-Regelungen sind insgesamt rund 130000 Beschäftigte. Für die rund 53000 Beamte bei der Post gibt es dagegen keine Verhandlungen. dpa