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Leserbrief UN-Migrationspakt
Migration wird nie geordnet ablaufen

 Estland tritt dem Pakt nicht bei, weil „diese die Gefahr sehen, dass der Pakt Teil des internationalen Gewohnheitsrechts wird und dadurch die nationale Regelungshoheit eingeschränkt würde“.

Australien tritt nicht bei, weil „der Pakt zur illegalen Einwanderung ermuntere“. Österreich tritt nicht bei, weil „in Zukunft nicht mehr selbst bestimmt werden könne, wer ins Land komme“. Es drohe eine Vermischung von legaler und illegaler Migration, von Arbeitsmigration und Asyl. Ähnliche Begründungen geben alle die Länder ab, die diesen Pakt nicht beitreten. Merkels Begründung, der Pakt sei die richtige Antwort auf globale Probleme und Migration, ist hanebüchender Unsinn. Denn auch ich glaube nicht, dass sich künftige Migranten an „geordnete“ Migration halten – eher das Gegenteil. Der nächste Flüchtlingstreck dürfte sich bald auf den Weg machen.


Ingrid Dietz, Saarbrücken