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Glosse
Groko-Qual im Tribunal

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Inmitten einer Sonder-Verhandlung zu den gescheiterten Jamaika-Sondierungen hat Kronzeuge Martin Schulz eine verdächtige Flüssigkeit aus einem schwarz-roten Fläschchen geschluckt. Wie der behandelnde Arzt Dr. Frank-Walter Steinmeier feststellte, handelte es sich um sogenanntes Groko-Gift. „Das Tückische daran: Der politische Tod kommt schleichend“, gab Steinmeier zu Protokoll. Wie Schulz, der im Prozess lange regungslos auf der Oppositionsbank gelegen hatte, das Gift in den Saal schmuggeln konnte, ist unbekannt. Von Fatima Abbas
Fatima Abbas

Der Hauptangeklagten Angela Merkel wird zur Last gelegt, nicht nur den Schulz-Zug, sondern auch den Jamaika-Zug an die Wand gefahren zu haben. „Euer Ehren, erstens kann ich überhaupt nicht fahren, ich werde immer gefahren. Zweitens habe ich – und nur so kennt man mich – absolut nichts getan“, sagte Merkel und trat dem ohnmächtigen Schulz ans Schienbein. Für Nebenkläger Christian Lindner ein unmögliches Verhalten. Er fordert vier Jahre Groko ohne Bewährung. Das Gericht dürfte dem folgen. Auch wenn klar ist: Ohne Schulz wird sein Urteil schwer zu vollstrecken sein. Ob Dr. Steinmeier ihn noch retten kann?