Nachwuchs: Trotz Gefahr: Gerade Frauen wollen zur Polizei

Nachwuchs : Trotz Gefahr: Gerade Frauen wollen zur Polizei

Ob in der Region oder deutschlandweit: Immer öfter werden Polizisten bei Einsätzen angegriffen. Diesen Eindruck bestätigt auch Dieter Schwan, Sprecher der Bundespolizei in Bexbach. „Die Delikte mit Waffen – auch im Einsatz gegen Beamte – sind gestiegen.“ Wirkt sich das auf die Bereitschaft junger Leute aus, sich für den Beruf des Polizisten zu entscheiden?

Nach Auffassung von Thomas Stauter, kommissarischer Leiter der Bundespolizeiinspektion in Bexbach, nicht. „Wer sich dafür interessiert, Polizist zu werden, lässt sich durch Zeitgeschehen nicht davon abhalten.“ Aktuell sei das Interesse von Frauen an dem Beruf so groß wie noch nie. Das fange in Bexbach schon bei den Praktikanten an. Viele Mädchen und junge Frauen nutzten das Angebot, für eine Woche in die Arbeit der Bundespolizei hineinzuschnuppern. „Es ist ein interessanter Beruf mit vielfältigen Betätigungsfeldern, wenn er auch gefährlicher wird“, sagt Schwan. Die Bundespolizei nutzt auch soziale Plattformen, um Nachwuchs zu gewinnen.

Zuletzt gab es negative Schlagzeilen, bei denen Beamten im Fokus standen. Wie etwa in Bayern, wo ein Polizist den Hiltergruß gezeigt haben soll. Interessieren sich vielleicht die Falschen für den Beruf des Ordnungshüters? „Es gibt ein mehrstufiges Auswahlverfahren, damit nur die, die in den Beruf gehören, auch da landen“, sagt Stauter. Drei Jahre dauere zudem die Ausbildung und in dieser Zeit würde man jene entlarven, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen.