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Wein des Monats September
Fruchtiger Verführer aus Sizilien

Mit den leckeren Weinen von Cusumano kann der Herbst kommen.
Mit den leckeren Weinen von Cusumano kann der Herbst kommen. FOTO: Thomas Reinhardt
Neunkirchen/St. Wendel. Wein des Monats: Nero D’Avola aus dem Sortiment von Jacopini. Von Thomas Reinhardt
Thomas Reinhardt

Er heißt „Disueri“, er kommt aus Sizilien und er ist ein Paradbeispiel für ein erfolgreiches Konzept. Die Rede ist vom Nero d’Avola, DOC rosso 2017 vom Weingut Cusumano. Fruchtig und saftig, weich und rund präsentiert sich dieser junge, kräftige und aromatisch Sizilianer – unser Wein des Monats September. Jetzt, wo es in den Herbst geht, kommt dieser tiefdunkle Wein aus der autochthonen (heimischen) Rebe Nero d’Avola (der Schwarze aus Avola) gerade richtig. Er duftet und schmeckt nach Waldbeeren und Sauerkirschen, Aromen von Nelken, Rauch und Eukalyptus verleihen ihm Würze und Frische. Benannt ist er nach dem Lago di Disueri, einem See in der Provinz Caltanissetta mitten in Sizilien. Der Disueri ist ein Verführer, er macht Spaß und Lust auf ein zweites Glas, bietet Trinkgenuss pur – und das für 7,90 Euro.


Enrico Jacopini aus Neunkirchen hat das Weingut Cusumano seit rund zweieinhalb  Jahren im Programm. Ihn überzeugen die stets saftigen, aromatischen Gewächse und das Konzept der Brüder Diego und Alberto Cusumano. „Es ist der Cru-Gedanke, ähnlich wie in Burgund“, erklärt Jacopini, „die Trauben aus den einzelnen Lagen werden jede für sich abgefüllt.“ Aus den heimischen Reben werden so Terroirweine gekeltert, die die Böden und das Mikroklima zum Ausdruck bringen. Neben den autochthonen Trauben werden auch Klassiker angepflanzt und bekommen einen speziellen, inseltypischen Geschmack. Dazu gehören der „Marena“ 2016, ein reinsortiger, fruchtiger und weicher Merlot (7,90 Euro), sowie der „I Trubi“, benannt nach den hellen, kalkreichen Ton- und Sandsteinböden, ein reinsortiger, fruchtig-würziger Syrah 2016 (6,89 Euro). Aber auch die Weißen haben uns voll überzeugt. Wir haben den Cataratto 2017 probiert, der sich frisch, fruchtig (Zitrus, Apfel, Birne) und kräuterig präsentiert. Und eine großartige Entdeckung ist der „Shamaris“ 2017, ein reinsortiger Grillo. Die weiße Rebsorte  zählt zu den wichtigsten Siziliens, wächst hier seit mehr als 100 Jahren. Cusumano hat sie an kühleren Nordhängen gepflanzt, der Shamaris 2017 ist ein köstliches Tröpfchen mit Aromen von exotischen und anderen Früchten (Mango, Orange, Melone), aber auch frisch, mineralisch und sehr elegant.

Fruchtig, harmonisch, rund: Der Nero d’Avola von Cusumano.
Fruchtig, harmonisch, rund: Der Nero d’Avola von Cusumano. FOTO: Thomas Reinhardt


Hochinteressant ist auch die „Alta Mora“-Linie von Cusumano. Diese Gewächse kommen von den Hängen des Ätna, wo es sehr gute Böden gibt. Der Etna Bianco (12,50 Euro) zum Beispiel ist aus den Traubensorten Catarratto, Minella Bianca und  Carricante gekeltert, er duftet und schmeckt nach Äpfeln, Birnen, weißen Blüten und einem Hauch Ingwer. Der Ätna Rosso (11,90 Euro) ist ein saftiger, vollmundiger Tropfen.

In den beiden Fachgeschäften von Jacopini in Neunkirchen und St. Wendel erfährt man mehr über dieses und etliche andere Weingüter aus Italien und Deutschland.

Weine in Hülle und Fülle: Enrico Jacopini in seinem Laden in Neunkirchen.
Weine in Hülle und Fülle: Enrico Jacopini in seinem Laden in Neunkirchen. FOTO: Thomas Reinhardt

www.jacopini-weinhandel.de