ANZEIGE Für ein würdiges Gedenken an Samuel Yeboah Für ein würdiges Gedenken an Samuel Yeboah Wiederanbringung der Gedenktafel am Saarlouiser Rathaus

Die Gedenktafel wurde 2001 zum 10. Jahrestag der Ermordung von Samuel Yeboah während einer Gedenkkundgebung am Saarlouiser Rathaus angebracht. Noch am selben Tag ließ der damalige Saarlouiser OB Hans-Joachim Fontaine (CDU) die Tafel entfernen.

 Die Gedenktafel für Samuel Yeboah wurde 2001 während einer Gedenkkundgebung am Saarlouiser Rathaus angebracht. Foto: Veranstalter

Die Gedenktafel für Samuel Yeboah wurde 2001 während einer Gedenkkundgebung am Saarlouiser Rathaus angebracht. Foto: Veranstalter

30 Jahre „kaltes Vergessen“ in Saarlouis

Gegen den Anmelder der Kundgebung wurde ein Ermittlungsverfahren wegen "Gemeinschädlicher Sachbeschädigung" eingeleitet. 30 Jahre lang gab es in Saarlouis dieses kalte Vergessen, obwohl Samuel Yeboah ein Bürger dieser Stadt und eines der ersten Todesopfer rassistischer Übergriffe in Westdeutschland nach der Wiedervereinigung war.

30 Jahre lang leugnete das offizielle Saarlouis das rassistische Verbrechen. Die Erinnerung an Samuel Yeboah wurde fast ausschließlich von Gruppen aus der antirassistischen Bewegung wie Aktion 3. Welt Saar, Antifa Saar/Projekt AK und Saarländischer Flüchtlingsrat wachgehalten. Ob Hans-Joachim Fontaine (CDU), Roland Henz (SPD) oder Peter Demmer (SPD) – keiner dieser Saarlouiser OBs wollte damit etwas zu tun haben.

Echtes Erinnern geht nicht ohne Aufarbeitung der Vergangenheit

Heute betreibt die Stadt Saarlouis ein „Erinnern ohne Vergangenheit“ und leugnet ihr eigenes Leugnen. Doch ein aufrichtiges Erinnern muss auch das eigene jahrelange Wegschauen aufarbeiten, und es meint mehr als Sonntagsreden und pädagogische Programme.

Wir sind uns sicher: Ohne antirassistische Praxis, die eingreift und auf gesellschaftliche Veränderung zielt, wird der rassistische Wahn nicht zu stoppen sein. Das Vergangene ist nicht vergangen und der Hass auf Migrant:innen und Geflüchtete ist heute wie damals brandgefährlich.

Vom aktuellen OB Peter Demmer (SPD) und seinem Nachfolger 2024 – Florian Schäfer (SPD) oder Marc Speicher (CDU) – erwarten wir, dass unsere Gedenktafel am Rathaus oder an einer anderen prominenten Stelle in der Innenstadt angebracht wird. Die Zeit ist reif.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, um Öffentlichkeit zu schaffen

Wir bitten um Spenden für die Öffentlichkeitsarbeit im Mordfall Yeboah und besonders für diese Anzeige: IBAN: DE39 5901 0066 0001 5106 63 (Kontoinhaberin: Aktion 3.Welt Saar e.V.), bitte Stichwort "Yeboah" angeben. Wenn Sie uns Ihre Adresse mitteilen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Kontakt

Saarländischer Flüchtlingsrat
asyl-saar.de
fluechtlingsrat@asyl-saar.de

Aktion 3. Welt Saar
a3wsaar.de
mail@a3wsaar.de

Antifa Saar / Projekt AK
antifa-saar.org
info@antifa-saar.org

Peter Norbert V.i.S.d.P
Saarländischer Flüchtlingsrat e.V.
Kaiser-Friedrich-Ring 46
66740 Saarlouis

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